Trotzdem finde ich es falsch, z. B. mit dem Argument zu kommen, Dallas hätte nach Nash's Abgang mehr gewonnen, also kann er gar nicht MVP werden.
In einem Teamgefüge bei einer Mannschaftssportart spielen soviele Faktoren eine Rolle, die über Erfolg oder Misserfolg bestimmen, daß man eine solch einfache Antwort auf eine solch komplexe bzw. schwierige Frage nicht geben kann. Ich lehne diese Vorgehensweise kathegorisch ab.
Man sollte da schon so fair sein, und das Gesamtbild betrachten: Nämlich nicht eine Saison, sondern sämtliche Spielzeiten, wo die Mavs zum engeren Kreis der Titelaspiranten gehörten. Da stehen nämlich 53, 57, 60 und 52 Siege auf der Haben-Seite. Wer nun sagt, die 52 Siege kämen dadurch zustande, weil Nash der PG war, soll das tun. Nur wie gesagt, ich weigere mich, auf eine schwere Frage eine einfache Antwort zu geben, denn es ist so, wie weiter oben schon erwähnt:
Zitat:
In einem Teamgefüge bei einer Mannschaftssportart spielen soviele Faktoren eine Rolle, die über Erfolg oder Misserfolg bestimmen
Daß es in der Teamentwicklung zum Contender nicht immer kontinuierlich vorwärts geht, was die Anzahl der Siege und den Erfolg angeht, ist doch normal. Es spielen noch 29 andere Teams in der Liga, die allesamt ebenfalls gewinnen wollen und daher nicht schlafen.
Wenn ich den "Dallas-hat-ohne-Nash-mehr-gewonnen"-Gedanken mal weiterspinne, könnte McGrady auch auf Lebzeiten nicht mehr MVP werden: Die Orlando Magic haben nach seinem Abgang deutlich mehr Spiele gewonnen, als in seiner letzten Saison (21 Siege => 36 Siege).
Es kann sich nun jeder selber überlegen, ob er sich mit solch einer Argumentation der Option, jemanden in Zukunft zum MVP zu kühren, berauben will. Ich finde es falsch und bin der Meinung, daß man das gesamte Bild betrachten muss, um ein ordentliches Urteil zu fällen, und nicht eine letzte Saison.