Novak Djokovic


His Royness1

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Ich bin als Federer-Fan nie ganz mit Djokovic warm geworden, aber das was er seit einiger Zeit abliefert ist schon grandios. Wie seht ihr eigentlich Beckers Rolle. Seit er mit dem Djoker arbeitet hört man keinerlei Boulevard oder Peinlichkeiten mehr von ihm. Sicher ihm tut die Zusammenarbeit noch viel besser, aber nach kurzen Anlaufschwierigkeiten läuft das doch jetzt wie geschmiert und heute beim Jubel hat man schon gesehen, dass da ein sehr guter Draht zwischen den beiden ist. Viel verkehrt macht er wohl nicht, kann man vielleicht aber auch bei dem aktuellen Djoker nicht.
 

Jeremy4ever1

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Nole fehlt halt noch Paris dann ist die Frage ob Djokovic > Nadal ist für mich endgültig geklärt. Man kann Nole auch jetzt schon vor Nadal setzen. Einfach weil Nole ein Allrounder ist und Nadal ein Spezialist. Selbst wenn ich komplett außer acht lasse, dass Nadal der größte Profiteur der verlangsamten Plätze ist (was mir schwer genug fällt), dann kann man einfach mal schauen wer wo besser ist/war.
Paris Nadal > Djokovic
Melbourne Djokovic > Nadal
Wimbledon Djokovic > Nadal
US Open Djokovic =? Nadal

Bei den beiden Lieblings GSs müssen wir nicht diskutieren. Bei Wimbledon eigentlich auch nicht. Bei den USO haben beide 2GS Siege und sich schöne Schlachten geliefert. Selbst wenn man den Punkt Nadal gibt. Geht man zum 5. Wichtigsten Event und da hat Nole 5 Siege während Nadal die WTFs nie gewonnen hat.
Bei dem Thema maximale Leistungsfähigkeit sehe ich es etwa Unentschieden und der Punkt Langlebigkeit/Konstanz/Weltrangliste geht an Nole.
Wie gesgt es spricht viel für Nole, aber um diese Diskussion zu beenden braucht er Paris und danach können andere Diskussionen beginnen ;)
Seh ich etwas anders. Für mich ist Nadal vor Djokovic anzusiedeln, auch wenn dieser Paris gewinnt und damit den Karriere Grand Slam holt. Schlagendes Argument ist für mich einfach, das ich den Prime Nadal stärker sehe als den Prime Djokovic. Und das Nadal 14 Majore gewinnen konnte, ist meiner Meinung nach um einiges höher einzuschätzen als die 11 Majore vom Djoker. Einfach weil Nadal einen Federer in seiner Prime als Gegner hatte. Djokovic holt sich jetzt einen Grand Slam Titel nach dem anderen, hat aber auch keinen Kontrahenten auf absolutem Weltklasseniveau. Lass den Prime Djokovic mal gegen den Prime Nadal oder Prime Federer spielen. In Paris wird er von Nadal vom Platz geschossen, in London und New York von Federer. Einzig in Melbourne würd ich ihm da zutrauen, den ein oder anderen Grand Slam Titel zu holen.

Im H2H Prime Nadal vs Prime Djokovic würd ich bzgl. der 4 Grand Slams das auch ein wenig anders sehn:

Paris Nadal > Djokovic
Melbourne Djokovic > Nadal
Wimbledon Nadal > Djokovic
US Open Nadal = Djokovic

Die beiden Lieblings GSs sind klar. In Wimbledon seh ich Nadal vorne. Nach den French Open sein Lieblingsturnier und auch von den GSs das Turnier, bei dem er nach Paris am stärksten spielte. Allein, das er es schaffte, den in seinem Wohnzimmer als unbezwingbar geltenden Federer dort 2008 zu bezwingen, finde ich schon ein schlagendes Argument. Das hätte ich einem Djokovic nicht zugetraut. Bei den US Open seh ich, ähnlich wie du, beide etwa auf Augenhöhe.

Beim Thema maximale Leistungsfähigkeit sehe ich, wie gesagt, Nadal vorne. Langlebigkeit/Konstanz/Weltrangliste geht an den Djoker.

Letztlich werde ich wohl erst in ein paar Jahren, wenn beide ihre Karriere beendet haben, für mich entscheiden können, wen von den beiden ich endgültig vorne sehe. Aktuell (und das ändert sich wie gesagt auch nicht wenn Djokovic Paris gewinnt) ist für mich Nadal aber vor dem Djoker einzuordnen.
 

Rhaegar1

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Sorry, aber das greift mir zu kurz.

Thema Prime: war Nadal 2011 nach seiner Übersaison 2010 plötzlich nicht mehr in der Prime? Ich denke er ist 2011 nicht wesentlich schlechter gewesen, scheiterte aber dennoch regelmäßig an einem übermächtigen Djokovic. Und das nicht nur auf Hartplatz und Rasen, sondern sogar auf Sand. Ich behaupte auch, dass Novak in Roland Garros sehr gute Chancen gehabt hätte, aber da hatte ja bekanntlich Federer Einwände. Oder nehmen wir das Australian Open Finale 2012. Ich habe gelesen, dass Nadal gesagt haben soll, dass es eines oder sogar das beste Match gewesen sei, dass er je gespielt habe. Und dennoch hat Djokovic gewonnen. In meinen Augen hat Djokovic durchaus bewiesen, dass er einen Prime Nadal schlagen kann.

Und zu Federer: wann war denn die Prime von Federer? Als er noch keinen Nadal als Gegner hatte? War er 2008 nicht mehr in seiner Prime, als er gegen Djokovic in Melbourne verloren hat. Oder 2010 bei den US Open? Ist der Federer von 2015 eigentlich tatsächlich so weit weg von dem, was er 2006 gespielt hat oder spielt er maßgeblich nur anders und hatte damals leichtere Gegner?

Und bei der Bewertung von Nadals 14 Majors darf man eines nicht vergessen. Es ist doch nicht wirklich so, dass er einen Großteil davon gegen einen Prime Federer gewonnen hat. Er hat ihn mehrmals in Roland Garros geschlagen, auf seinem besten und Federers schwächsten Belag. Davon abgesehen sind sie sich bei den Majors aber auch oft genug aus dem Weg gegangen.

In zehn, fünfzehn Jahren wird die Bewertung noch sehr viel stärker in Richtung Djokovic kippen. Weil dann so Themen wie die Begleitumstände und die jeweilige Prime immer mehr aus dem Gedächtnis verschwinden werden. Und dann wird man größtenteils auf die Fakten schauen. Und was wird man dann sehen? Dass Djokovic seine großen Titel fast ausnahmslos gegen Spieler gewonnen hat, die entweder selbst zu den größten der Geschichte gehören (3x Federer, 3x Nadal) oder aber zumindest gegen Spieler, die zu den besten ihrer Generation gehörten und selbst einige große Titel gewonnen haben (4x Murray). Man wird ebenfalls sehen, dass auch die Finalniederlagen von Djokovic in diese Kategorien fallen (4x Nadal, 1x Federer, 2x Murray, 1x Wawrinka). Und letztendlich wird Djokovic historisch als der Spieler hervortreten, der sowohl Nadal als auch Federer am Ende in die Schranken gewiesen hat.
 

DocBrown1

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Sorry, aber das greift mir zu kurz.

Thema Prime: war Nadal 2011 nach seiner Übersaison 2010 plötzlich nicht mehr in der Prime? Ich denke er ist 2011 nicht wesentlich schlechter gewesen, scheiterte aber dennoch regelmäßig an einem übermächtigen Djokovic. Und das nicht nur auf Hartplatz und Rasen, sondern sogar auf Sand. Ich behaupte auch, dass Novak in Roland Garros sehr gute Chancen gehabt hätte, aber da hatte ja bekanntlich Federer Einwände. Oder nehmen wir das Australian Open Finale 2012. Ich habe gelesen, dass Nadal gesagt haben soll, dass es eines oder sogar das beste Match gewesen sei, dass er je gespielt habe. Und dennoch hat Djokovic gewonnen. In meinen Augen hat Djokovic durchaus bewiesen, dass er einen Prime Nadal schlagen kann.

Und zu Federer: wann war denn die Prime von Federer? Als er noch keinen Nadal als Gegner hatte? War er 2008 nicht mehr in seiner Prime, als er gegen Djokovic in Melbourne verloren hat. Oder 2010 bei den US Open? Ist der Federer von 2015 eigentlich tatsächlich so weit weg von dem, was er 2006 gespielt hat oder spielt er maßgeblich nur anders und hatte damals leichtere Gegner?
Federer litt 2008 bei den Australian Open an Pfeifferschem Drüsenfieber, das würde ich also aus der Auflistung streichen.

Ansonsten behaupte ich mal, dass in den Jahren 2008 – 2012 die stärkste Konkurrenz im Tennis der letzten 15 Jahre vorherrschte: Die „Big 4“ mit prime Nadal, prime Djokovic (ja, ich fand ihn 2011 mindestens so stark wie jetzt), prime Murray und einem Federer, der immer noch bei 90-95 % war. Dazu Spieler wie del Potro, Söderling oder Tsonga, die bei Grand-Slam-Turnieren auch schon vor dem Halbfinale eine echte Hürde darstellen konnten.

Natürlich war es sehr viel einfacher, die Australian Open 2006 zu gewinnen (mal zum Vergleich die Viertelfinalisten von damals: Federer, Davydenko, Kiefer, Grosjean, Santoro, Nalbandian, Ljubicic, Baghdatis) als zwischen 2008 und 2012/13. Aber war Djokovics Weg heuer wirklich schwieriger? Die Siege über den 34jährigen Federer erinnern mich ein wenig an dessen Siege gegen Opa Agassi, der in seinen letzten Jahren in einem Best-of-5-Match natürlich nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Der einzige, der heutzutage den X-Faktor in Spielen gegen Djokovic mitbringt, ist Wawrinka, der Rest hat kaum Chancen. Zu Federers Prime gab es mit Safin und Nalbandian eigentlich auch nur 2 Spieler, die an überragenden Tagen auf Grand-Slam-Ebene eine realistische Chance hatten.

Federer hatte sowohl 2006 als auch 2015 eine schwache Konkurrenz, aber er war leistungsmäßig damals bei 100 %, während er letztes Jahr / heuer doch eher bei knapp 85 – 90% ist. Das ist gegen einen Djokovic in dieser Form natürlich nicht mehr genug.
 

Drago1

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Heinz Becker Land
Allein, das er es schaffte, den in seinem Wohnzimmer als unbezwingbar geltenden Federer dort 2008 zu bezwingen, finde ich schon ein schlagendes Argument.
Das schlagende Argument kontere ich mit einem einzigen Clip:


Ich zitiere dazu einen Kommentar eines Youtube-Users:
"The fact that a buff clay courter has been making so many finals since 2006 definitely sums it up for me. It's slow, Rafa fans, stop arguing, even USO has been made slower. Everything is slow today, the tour finals courts in 2013 were the worst. I don't know how any more stupid the court makers can get."

Das bezieht sich nicht auf Djokovic, lediglich auf Nadal-Federer in Wimbledon.
Wegen diesem Bull$hit hätte man als ausgleichende Gerechtigkeit in Paris 1-2 Jahre Bälle nehmen müssen, die nicht höher als 30 cm abspringen...also ähnliche Bedigungen wie Indoor Hart, wo Federer 6-1 gegen Nadal vorne liegt.

Djokovic ist ein anderer Fall, dem Typ trau ich alles zu! Genau wie Sampras. Djokovic und Sampras haben nahezu alle ihre GS Titel gegen echte Brocken geholt, bei Federer fehlten die guten Spieler, und Nadal bekam zu viel geschenkt.
Nadal war aufgrund dieser "alles langsamer machen" ein großer Overarchiver. Ohne diesen Quatsch hätte der locker 3-4 GS Titel weniger, vor allem keinen in Wimbledon und mit Glück einen in New York.
Und Federer hätte natürlich mit besseren/konstanteren Leuten zwischen 2004 und 2007 auch 3-4 weniger.
 

Jones 86

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Hier wurden viele gute Sachen geschrieben, aber immer war auch etwas dabei, was meine Meinung nicht 100% trifft.
Grundsätzlich hat doc brown schon recht Ende des vergangenen Jahrzehnts hatte Nadal schon gute Konkurrenz und 4 Spieler auf dem Niveau von Federer, Nadal Djokovic und Murray mehr oder weniger in der prime ist vielleicht einmalig. Doch das ist der erste oberflächliche Blick. Wenn man dann mal z.B. in 2010 schaut, was ja die Mitte des angesprochenen Zeitraums 08-12 bildet, dann sehe ich Nadals Weg zum Titel bei den FO über Almagro, Melzer und Söderling. In W war es dann Söderling, Murray und Berdych. Auch nicht so berauschend. Bei den US Open dann Verdasco, Youzhny und Djokovic. Da sind die meisten Draws von Federer aus der ach so schlechten Zeit dann doch schwerer als die von Nadal mitten in der Zeit wo Tennis sich auf dem Höhepunkt befand. In 2010 hat Federer eines der schlechtesten Jahre Jahre gespielt, Djokovic schwächelte mit seinen Ernährungsproblemen. Den musste man in der Zeit noch nach dem Spiel gegen Melzer vom Platz tragen. Neben der fehlenden Glutenfreien Nahrung gab es andere wehwechen. So das ihm ab und an Schauspielerei vorgeworfen wurde. Murray hatte noch lange nicht die Konstanz um 2010 als großer Rivale zu zählen, er kämpfte mit Söderling um Rang 4. Dann wurde noch ein Tsonga genannt, der in diesem Jahr mal wieder einen Großteil ausfiel (FO und USO). Ein Berdych zählt mit seinem Auftritt im W zu den größten Enttäuschungen in einem GS Finale. Also so herrlich war die Herrlichkeit bei Nadal nun auch nicht immer. 2011 waren die Top 4 alle auf einem guten Niveau und dominiert hat Nole.

Genauso ist Nadal auch der Spieler, der am meisten von der Umstellung der Plätze profitiert hat. Ohne die hätte er imo nie ein Wimbledon Finale gesehen. Ich bin auch der Meinung das Djokovic auch auf dem alten Rasen von Wimbledon alles zuzutrauen ist. Da bin ich durchaus bei Drago. Allerdings profitiert auch Nole heute von angeglichenen Belägen und einer schwachen Konkurrenz.
Rheager hat ja die tollen Namen angesprochen. Manches wird in 20 Jahren sicherlich verwässern, aber auch in 20 Jahren kann man die Draws aufrufen und einen Blick auf das Alter der Konkurrenz werfen. Also ich komme auch nicht in die Idee Connors ne tolle Konkurrenz zu bescheinigen nur weil er gegen die Legende Rosevelt 2 der ersten 3 GS gewonnen hat. Einmal sogar nur 2 Spiele abgegeben hat. Ganz ehrlich die Konkurrenz war trotzdem brschissen, dafür brauche ich damals nicht dabei gewesen zu sein. Es gibt genug Quellen. Über die heutige Zeit wird es in Zukunft noch viel mehr Quellen geben als es heute über die 70er gibt. Von daher glaube ich schon das die Konkurrenz von heute nicht mit ein paar wohlklingenden Namen aufpoliert wird. Wie gesagt, wir machen es auch nicht mit der Gegnerschaft von Connors. Warum auch?
 

Rhaegar1

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Von daher glaube ich schon das die Konkurrenz von heute nicht mit ein paar wohlklingenden Namen aufpoliert wird. Wie gesagt, wir machen es auch nicht mit der Gegnerschaft von Connors. Warum auch?
Das passiert doch ständig. Ich rede nicht maßgeblich von diesem Forum oder anderen Bereichen, in denen so etwas ernsthaft diskutiert wird. Aber mal ehrlich, ich kann mich nicht erinnern, dass von Medien in den vergangenen Jahren jemals ernsthaft Dinge wie Konkurrenzsituation oder Bodenbeläge thematisiert wurden. Ein Federer wird ziemlich unreflektiert auf den Thron gesetzt, ein Nadal gleich danach. Und das wird bei Djokovic genauso passieren, wahrscheinlich sogar noch schlimmer.
 

El Demoledor1

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Warum Djokovic zugetraut wird, potentiell sich dem früheren Rasenspiel so viel besser anzupassen als Nadal erschließt sich mir nicht so ganz. Imho ist er zwar auch für mich einen Tick besser als Allrounder, aber Djokovic früher gegen einen S&V-Spezialisten? Djokovic liebt die Platzkontrolle und ist ein hervorragender Defensivspieler, aber er ist im Grunde von seinen Anlagen zu passiv.
Ne, für mich profitieren alle Top-Spieler ganz erheblich von der Angleichung der Beläge, da sie ihr Spiel auf jedem Untergrund ohne große Justierungen durchziehen können. Nicht umsonst stößt jetzt praktisch eine Nr. 1 nach der anderen in die Riege der ATG vor, da sie gefühlt 30x hintereinander ein Viertelfinale oder 20x hintereinander ein Halbfinale erreichen sowie 10+ Major holen. Das war früher ja völlig unmöglich. Oder sind Federer, Nadal und Djokovic wirklich die Überspieler historisch gesehen?
Nehmen wir Sampras/Agassi in den 90ern:
In Paris gegen Muster, Bruguera, Courier, Kafelnikov, Medvedev, Kuerten.
Drei Wochen später in Wimbledon gegen Becker, Ivanisevic, Krajicek, Rafter, Stich, Philippoussis.
Damit sage ich nichts über die generelle Qualität der Gegner, aber es war schwieriger konstant und überall um den Sieg zu spielen.
Da kommen dann irgendwann unreflektierte Aussagen, dass Sampras ein schwacher Sandplatz-Spieler war oder Agassi Probleme auf Rasen hatte...
 

Rhaegar1

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Da bin ich vollkommen bei dir. Ist ja ein Thema, was wir hier schon zu Primezeiten eines Federers heiß diskutiert haben. In meinen Augen muss man sich nur eines mal anschauen. In der Open Era gab es bis Mitte der 2000er nur zwei Spieler, die die Marke von 10 Major-Titeln erreicht haben, Björn Borg und Pete Sampras. Seitdem haben wir innerhalb eines wesentlich kürzeren Zeitraums gleich drei Spieler, die das geschafft haben. Jetzt kann man entweder sagen Federer, Nadal und Djokovic sind einfach überragend gut und das beste was jemals im Tennis gesehen wurde oder aber die Frage stellen, ob es heutzutage für die Topspieler nicht wesentlich einfacher ist Major-Titel zu gewinnen.
 

Drago1

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ich kann mich nicht erinnern, dass von Medien in den vergangenen Jahren jemals ernsthaft Dinge wie Konkurrenzsituation oder Bodenbeläge thematisiert wurden.
Das ist warscheinlich eine Medienstrategie. Also nicht die neutralen Medien, sondern jene, die dem Tennis-Zirkus angehören.
Wenn man öffentlich überall verbreiten würde, dass Spieler ABC von Belagänderungen und Spieler XYZ von mangelnder Konkurrenz profiziert haben, würden sehr warscheinlich einige Leute (Fans etc.) aus dem Boot klettern.

Die Angehörigen (Trainer, Familie, etc.) machen bei diesem überzogenen Hype ja noch mit, ich nenne da nur mal Nadals Onkel Toni, der nicht gerade ein Niemand hinter den Kulissen ist.

Toni Nadal stellte vor 2-3 Jahren ein ATG-Ranking der jeweiligen Beläge auf. Aufgrund dass es sein Sohn ist, setzte er Rafael zwar hinter Borg, aber was danach kam, ist ein schelchter Witz.
1. Borg
2. Nadal
3. Lendl
4. Wilander
5. Federer
...
8. Kuerten
:mensch:

D
ie jungen Fans lesen das dann und denken wirklich Federer sei auf Sand besser als Kuerten. :laugh:
Lendl -> 3 Titel
Wilander -> 3 Titel
Federer -> 1 Titel
Kuerten -> 3 Titel

Solche Dinge (wie die Liste von T. Nadal) schüren die Hyperei natürlich nur noch mehr.
 

His Royness1

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ie jungen Fans lesen das dann und denken wirklich Federer sei auf Sand besser als Kuerten. :laugh:
Lendl -> 3 Titel
Wilander -> 3 Titel
Federer -> 1 Titel
Kuerten -> 3 Titel

Solche Dinge (wie die Liste von T. Nadal) schüren die Hyperei natürlich nur noch mehr.

Ja komplett aus der Luft gegriffen. Er hätte möglicherweise 5 Titel, wenn Nadal nicht wäre. Das wäre in beider prime maximal ein 50:50 Duell für beide gewesen, wobei ich Federer eher noch favorisieren würde.
 

Jones 86

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Das es einfacher wurde viele GS Titel zu gewinnen ist keine Frage also da sollten wir uns einig sein.

Warum ich Djokovic mehr zutraue auf schnellen Plätzen mit flachem Absprung hat verschiedene Gründe. Der einfachste ist Nole hat es auf ähnlichen Belägen bereits bewiesen. Seitdem man in Wimbledon mal wieder lesen konnte, dass die Plätze nen tick schneller als im Vorjahr sind, ist Nole deutlich erfolgreicher als Nadal. Auch in den Vorbereitunsturnieren hat Nole schon Erfolge gefeiert z.B in Halle wo der rasen schneller sein soll als im heutigen Wimbledon. Vielleicht ist Halle nach newport, der Platz welcher dem alten Wimbledon am nächsten kommt.
Auch wenn man auf die indoor Ergebnisse schaut, dann liegt Nole klar vor Nadal.

All die Ergebnisse sind imo kein Zufall. Nadal sein topspin, der auf Plätzen wo der Ball hoch abspringt ein Vorteil ist, ist auf Rasen kein Vorteil.
Ausserdem liebt es Nadal den Return weit hinter der Grundlimie zu spielen, was einem Gegner mit möglichem Serve and Volley die Zeit gibt ans Netz zu rücken. Nole hat insgesamt den besseren Return und den besseren Aufschlag. Je kürzer die Ballwechsel werden desto wichtiger sind natürlich die ersten beiden Schläge.
Von daher sehe ich keine oder zumindest nicht viele Anzeichen auf einen erfolgreichen Nadal beim alten Wimbledon. Bei Nole sieht es doch deutlich anders aus. Er nimmt die Bälle früher, spielt keinen extremen Spin usw da wäre imo auch in Wimbledon der eine oder andere Sieg möglich gewesen.
 

Drago1

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Ja komplett aus der Luft gegriffen. Er hätte möglicherweise 5 Titel, wenn Nadal nicht wäre. Das wäre in beider prime maximal ein 50:50 Duell für beide gewesen, wobei ich Federer eher noch favorisieren würde.
Sorry dass ich da drei Wochen zu spät bin. :wavey:

Kann ich absolut nicht nachvollziehen. Die beiden trafen bei den FO 2004 aufeinander, als Federer nicht mehr weit von seiner Sand-Prime (die imo 2005 begann) entfernt war, und Kuerten nach Hüft-OP´s auf dem absteigenden Ast, längst nicht mehr in der Form von 97, 00 und 01.
Kuerten gewann klar in 3 Sätzen. Wie kann man da auf ein 50:50 kommen?

Klar hatte Federer ohne Nadal die FO mehr als nur 1 mal gewonnen, aber mit den ganzen Sand-Assen die da in den 90ern bis frühe 00er rum liefen, hätte er sich auch nicht so leicht getan.
Er hatte Nadal klar, der steht über allen, aber die zweite Reihe war in Kuertens Zeit deutlich besser als die in der Nadal-Federer Zeit.
Federer von 2005 in RG nacheinander gegen:
- Muster
- Medvedev
- Kafelnikov
- Bruguera
...
und dann noch Ferrero, Coria, Canas etc. dabei.
Da hätte sich Roger keinen schlechten Tag erlauben dürfen.

Also Roger in einer Sand-AT Liste vor Kuerten zu sehen, ist schon ne sehr vermessene Einstellung (meine da Toni Nadal).
 

Noxx

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„Djokovic ist der führende Athlet weltweit. Es gibt Sportarten übergreifend keinen anderen Profi, der so souverän Spitzenleistungen über zwölf Monate erbringt“, sagt Richard Schönborn, Ex-DTB-Bundestrainer und langjähriger tennis MAGAZIN-Experte. „Federer war schon immer von Vorhand und Aufschlag abhängig. Djokovic beherrscht jeden Schlag gleich konstant. Kein Profi agierte jemals spielerisch so fehlerlos wie er.“
 
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Jones 86

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"Er wird sicher einer der besten Sportler überhaupt. Und das, weil er von Gott geschickt wurde. Wir als Familie haben versucht,Gottes Wunsch wahr werden zu lassen." :laugh::laugh::laugh:

Der Papa vom Djoker hat offenbar zu viele Artikel von holy Cow! und Noxx gelesen und die Ironie nicht verstanden;)
 

Matt1

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Ich würde jetzt nicht so weit gehen, Djokovic einen Davydenko in gut zu nennen, aber was Schönborn da sagt ist schon Tobag. Djokovic ist ein Riesenspieler, bringt aber nichts mit, was es nicht schon vorher gab. Er ist extrem konstant mittlerweile, in der Spitze hinkt er meiner Meinung nach Leuten wie Nadal, Federer und Sampras aber hinterher.
 

Noxx

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zwischenziel erreicht: 200 Wochen auf Platz 1 – Novak Djokovic setzt nächsten Meilenstein :crazy:
 
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