Und ich finde, eine solche Kritik hat nichts mit "schlechter Verlierer" zu tun. Wie hier schon geschrieben, waren es bei der VST dann die Deutschen aus verschiedenen Richtungen, die die Jury kritisiert haben und für den Sturz von Rich verantwortlich gemacht haben. In Willingen ebenso, da gab es auch Kritik wegen dem schlechten Wind bei Rich (der laut Windpunkten aber ja gar nicht schlecht war) und da ging es "nur" um nen normalen Weltcup.
Bei OL waren es neben den Polen ja auch Ammann, der da ziemlich sauer war, zu Recht. Und natürlich sind es die "Verlierer", die kritisieren. Als würde sich ein Schuster hinstellen und sagen "Ja, wir haben zwar Gold, aber ja nur, weil die Jury zu unfähig war und die Polen so schlechten Wind hatten. Ansonsten hätte Welli es nie geschafft". Gleiches gilt für Stöckl. Oder für Horngacher bei der Tournee. Das liegt doch in der Natur der Sache, dass das keiner der Gewinner macht
Und Wellinger war ohnehin so weit weg, dass sie den auch mit etwas besserem Wind nicht erreicht hatten - mal davon abgesehen, dass man für eine Gesamtbetrachtung den ersten Durchgang miteinbeziehen muss, und da hatte es insbesondere Hula nicht schlecht.
Ja, vielleicht gleicht es sich aus in 2 Durchgängen. Wenn man allerdings wie Kubacki gar nicht erst den 2. Durchgang erreicht, obwohl man in den Trainings richtig gut war, bringt einem das gar nichts... Und zwischen 1x guter und 1x schlechter Wind im Vergleich zu 1x gut und 1x nicht springbar ist dann auch nochmal ein Unterschied. Und da traue ich dem "Joker" von Skisprungschwester schon mehr Wissen zu als uns vorm TV.
Und wenn ein Korridor so gewählt wird, dass ein Start bei Wind aus 2 Richtungen am Ansprung möglich ist, obwohl es dann unspringbar ist, dann muss man, wie schon so oft, eben auch den Korridor hinterfragen. Vielleicht reicht eben nicht nur das festlegen eines Geschwindigkeitskorridors, vielleicht muss man, soweit das möglich ist, eben auch sowas wie 2 Windrichtungen auf einer Höhe ausschließen