Das Grundproblem - und das gibt es genau so groß bei den Fussball-WMs ist doch, dass IOC und FIFA unbedingt alles in ganz neu haben wollen und deswegen horrende Kosten auf die Länder zukommen - die vor allem nachhaltig fragwürdig sind.
Muss es immer die absolut neuste Halle sein für jede Sportart bei Olympia? Das IOC erweckt zumindest den Eindruck, dass alles brandneu sein muss.
Olympische Idee wäre für mich, dass man eben nicht in den Fokus rückt alles neu zu machen, sondern auf der Basis die vor Ort vorhanden ist etwas aufbaut.
Verglichen mit manchen Glanztaten von IOC und FIFA sind die Spiele in Peking ja beinahe nachhaltig. Immerhin konnten das "Vogelnest" und die Wettkampfstätten für Eishockey und Curling mit den Hallen von den 2008-Sommerspielen wiederverwendet werden.
Die große Eisschnelllaufhalle ist da der einzige Hallen-Neubau ... allerdings gibt es in China auch Eisschnellläufer.
Könnte mir vorstellen, dass auf der Bobbahn nach den Spielen wenig los ist.
Verglichen mit den Spielen in Sotschi könnte man damit rechnen, dass die chinesischen Wettkampfstätten eher eine "Zukunft" haben.
Während die von den olympischen Spielen in Athen eher verfallen.
Keine Ahnung, wie es in Pyeongchang aussieht.
Die FIFA ermutigt in Brasilien und Südafrika Stadien zu bauen, die man sich dort kaum leisten kann.
Is Russland sind die Arenen auch größer als mancherorts die Fußball-Begeisterung.
In Katar soll es nicht an Geld mangeln. Dort ballert man so viele Stadien auf kleinen Raum, dass anschließend bei mehreren Stadien gut die Hälfte der Zuschauerplätze wieder zurück gebaut wird. Das Stadion 974 wird komplett zerlegt.
Bin mal gespannt, wann die WM in Bahrain kommt...
Wie auch immer. Es wird gerne der "olympische Geist" zitiert ... in China kommt der nur mäßig rüber.
Das Land hat damals massiv in die Sportförderung investiert, um 2008 beim Medaillenspiegel gut auszusehen. Das hat dann auch in mehreren Sportarten geklappt.
Im Wintersport klappt das so mäßig und so ist die Begeisterung in der chinesischen Bevölkerung eingeschränkt.
Eher ist man dort teilweise genervt, dass dort Peking stärker nach außen abgeriegelt ist, oder dass es z.B. extra Fahrspuren für Fahrzeuge gibt, die mit den Spielen zu tun haben.
Das ist keine Party ... das ist kein "Sportfest", wie man es z.B. 2012 im Sommer in London erlebt hat.
Das ist eine durchorganisierte, wenngleich recht klinische Großveranstaltung, bei der nur mäßig Freude aufkommt.
Aber das war zu erwarten ... sogar unabhängig von der Pandemie und den damit verbundenen "Umständen".