Weiß noch nicht so recht was ich davon halten soll. Ich finde die Entscheidung gut und richtig, aber ob da wirklich ein Umbruch stattfindet, muss man mal abwarten. Er hat sich 2020 nach den USO auch von seinem Daddy getrennt, was dann 2 Wochen oder so hielt. Es kamen in der Folge immer wieder Berater hinzu (wie Patrick Mouratoglou, Thomas Enqvist oder Mark Philippoussis ), aber Apostolos war immer im Vordergrund. Im Sommer 2023 hatte Stefanos es dann mal gewagt und Philippoussis wurde zu seinem Coach, doch das ging auch nur wenige Wochen und schon war Apostolos wieder da, Kommentar von Stef damals "My dad is here to stay". Wenn ich schon lese, dass der Daddy dann trotzdem die ganze Zeit mitreisen wird...ob sich Apostolos dann wirklich mal zurückhält?
Die Entscheidung kommt halt etwas spät, gefühlt 2 Jahre zu spät. Man muss aber verstehen, dass Stefanos eine sehr enge, spezielle Verbindung zu seinem Vater hat. Apostolos hat ihn von klein auf aufgebaut. Es gab doch in der Jugendzeit von Stefanos auch mal diesen Vorfall, als er während eines Urlaubs im Meer von heftigen Strömungen rausgetrieben wurde und sein Vater ihn damals rettete. Man muss aber irgendwann mal zurücktreten und einsehen, wenn Dinge nicht wirklich funktionieren oder kontraproduktiv sind. Es gibt Fälle, wo das funktionieren kann, wenn der Vater auch dein Trainer ist, wie beispielsweise bei Casper Ruud, aber im Fall Tsitsipas wirkte das oft wie eine toxische Beziehung. Apostolos hat ja wirklich permanent während eines Matches reingeredet, ich würde da als Schützling verrückt werden. Und Stef selbst ist auch ein Hitzkopf...wenn es dann permanent zu solchen Auseinandersetzungen kommt, kann das auf lange Sicht nicht gut gehen.
Den Move von Stef seinen Vater dann öffentlich auf einer PK so zu kritisieren, finde ich aber auch schwierig. Sowas sollte man intern klären, aber da platzte es wohl so aus ihm heraus.
Bin mal gespannt was er da für eine Entscheidung hinsichtlich seines Trainerteams fällen wird. Ich würde mir da Leute wie Severin Lüthi oder Ivan Ljubičić wünschen, aber die sind aktuell nicht frei, so viel ich weiß. Es soll ja auch noch so ein Schweizer geben, der auch ne einhändige RH hatte und wohl sehr erfolgreich war, aber das ist noch viel unrealistischer.

Halt bitte nicht irgendjemand, der kaum Erfahrung hat. Und bitte nicht Mouratoglou.

Stefanos muss da nun wirklich mal aus seiner Komfortzone rauskommen und auch offen für neue Impulse sein.
Ein neuer Trainer ist wichtig, aber fast noch wichtiger ist, dass er selbst wieder 100% fokussiert ist und wirklich für seine Karriere brennt. Das sah in der letzten Zeit nämlich nicht immer danach aus, auch wenn das von außen schwer zu beurteilen ist.