• Liebe Basketballfans, Basketball.de sucht junge Nachfolger, die die Leitung der Seite inklusive Managerspiel, Social Media Kanälen etc. zukünftig übernehmen möchten.

    Wir haben selbst mal sehr jung und mit wenig Erfahrung begonnen. Insofern suchen wir nicht unbedingt Leute mit großen Vorkenntnissen im Websitebetrieb, sondern motivierte Basketballer mit Love for the Game, die wir einarbeiten und denen wir schrittweise mehr Verantwortung übertragen können.

    Alle weiteren Infos gibt es hier: https://basketball.de/culture/basketball-de-team-sucht-junge-nachfolger-fuer-die-leitung-der-website/

    Liebe Grüße,
    Nico

Tyson Fury vs. Anthony Joshua, WBC-WM Schwergewicht, 03.12.2022, Millennium Stadium Cardiff, Großbritannien


Roberts

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Naja, da Fury ständig Falschmeldungen in die Medien rotzt, muss die Charr-Geschichte erst einmal nur bedeuten, dass er im Hintergrund irgendetwas ausheckt. Charr ist für mich zunächst nur ein Druckmittel um Joshua und dessen Team zu Was-auch-immer zu bewegen. Ggf. kann es auch ein weiterer Gegner sein, mit dem im Hintergrund schon irgendwelche Verhandlungen laufen und der zu irgendwas genötigt werden soll.
 

Francois

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Die erratische Art von Fury ist momentan noch heftiger als vor Wilder und damals wurde es durch einen ebenso absurd handelnden Wilder abgemildert. Muss sagen die Art und Weise reduziert mein INteresse an jeder Art von Kampf mit Fury immer mehr. Macht einfach keinen Spaß sich auf einen Kampf eines derartigen Dumpflaberers zu freuen. Wirklich schade und insbesondere so unnötig. Relevant wird der nächste Usyk Kampf alles andere is Beiwerk.
 

Roberts

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Denke daher durchaus, dass Fury in Wirklichkeit gar nicht so scharf auf Usyk oder auch AJ ist und darum vielleicht seine vollmundigen PR-Scheinkampfangebote, weil er genau weiß, dass diese in der Form gerade (noch) nicht umsetzbar sind, aus welchen Gründen auch immer.
Nicht falsch verstehen: unterstelle Fury hier keine Angst, doch wenn man es sich leisten/erlauben kann, dann spielen viele Boxer ungern sofort ihr As aus, sondern man blufft zuerst, wiegt ab, versucht mehr Trümpfe auf die eigene Seite zu ziehen usw.
Für mich gibt es da mehrere Ebenen.
Ebene 1:
Fury ist wie Haye früher ein glänzender Selbstdarsteller - er versteht es auf besondere Weise sich als Marke der Andersartigkeit/Kultigkeit zu gerieren und hat sich damit eine große Fanbasis aufgebaut. Die Ticketverkäufe und Pay-per-View-Zahlen haben ihm eine große Marktmacht gegeben. Aus dieser Position der Stärke und deshalb fand ich den Mayweather-Vergleich so passend, kann man zumindest der Meinung sein, dass man sich alles erlauben kann und anderen Boxern Bedingungen diktieren kann. Als Geschäftsmann ist er definitiv herausragend.
Ebene 2:
Sein physischen Parameter, sein Talent haben ihn nach ganz oben gebracht, obwohl boxerisch nicht alles Gold ist, was da scheinbar glänzt. Gerade seine Marktmacht macht es ihm zudem auch leicht, Verantwortliche im Boxzirkus zu finden, die einen vorsichtig ausgedrückt bemerkenswert hohen Will-to-Please haben - an der Marke Fury lässt sich gut mitverdienen. Und weil das so ist - man kennt es bereits von Wladimir Klitschko - hat er eine Mischung aus Netz und doppelten Boden, die ihm viel Sicherheit gibt.
Ebene 3:
Daher sehe ich auch nur begrenzt die Möglichkeit, dass er eher nicht so gerne gegen Usyk und Joshua antreten möchte, da er zu den wenigen Boxern gehört, denen man schlechte Kämpfe, schwache Gegner, wahrscheinlich sogar Niederlagen nicht krumm nimmt.
Ebene 4:
Auf der letzten Ebene bin ich als Boxfan, der sich in der Regel für einzelne Boxer nicht interessiert, vielleicht etwas zu idealistisch unterwegs und möchte Boxen gerne als Sport erleben, bei dem Können, Sportsgeist und Fairness eine entscheidende Rolle spielen. Das ist für die Realität zweifelsfrei zu naiv und geradezu albern, aber als Boxfan dreht sich mir bei dem Geschwalle und den Dirty Tactics im Ring einfach nur der Magen rum. Es tröstet mich eben nicht, dass das Teil eines Erfolgskonzepts ist, jeder Betrachter es wohl auch nicht anders machen würde und es deshalb als Teil des großen Boxzirkus so sein muss.
 

timeout4u

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möchte Boxen gerne als Sport erleben, bei dem Können, Sportsgeist und Fairness eine entscheidende Rolle spielen. Das ist für die Realität zweifelsfrei zu naiv und geradezu albern

Finde das nicht naiv, eher löblich bzw. richtig und man sollte zumindest nie die Hoffnung aufgeben. Immerhin findet man hin und wieder im Olympischen Boxen solche Dinge mehr als beim Profiboxen, wobei bei den sog. Amateuren auch nicht alles Gold ist, was glänzt. Problem ist, dass viele Trainer, Offizielle, Eltern usw. die Basis wie eben Können, Sportsgeist, Fairness ua. über Bord werfen, wenn es um Erfolge, Leistung, Bezahlung, Ego geht.
Der Nachwuchs kommt meist einfach unbedarft und um des Sports willen, um zu lernen, Spaß zu haben, Herausforderungen zu meistern, aber leider wird er dabei irgendwann verdorben, nicht nur z.B. durch Leistungstrainer, Offizielle, Sportvorbilder, sondern oft sogar durch Eltern, Zuschauer. Da geht die sportliche Ausbildung nicht schnell genug, da sind Niederlagen sofort ein Weltuntergang, da wird leider mehr gefordert als gefördert und jeder weiß es ohnehin immer besser.
Aber als kleiner Trost: ab und zu gibts durchaus Leute, die versuchen, etwas anders zu machen, zu verbessern, neue Wege zu gehen. Leider meist im kleinen, in der Minderheit und der "Erfolg" ist eher individuell, doch wie gesagt: die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, es gibt solche Fälle noch und vielleicht wird die Breite der Gesellschaft oder die Verantwortlichen ja irgendwann in 1000 Jahren mal klüger. :saint: :clowns:
 

desl

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vor allem ist charr nicht in den TOP 15. fury wird ja nicht seinen titel niederlegen, um für lau gegen charr zu boxen. das würde ja null sinn machen :D.
Beim WBC kann man mit Ausnahmegenehmigung auch eine freiwillige Titelverteidigung gegen jemanden aus den Top20 bestreiten.
War, glaube ich, zuletzt bei Maskaev vs Okhello Peter der Fall.
 

thebody

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Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben , das Fury vs AJ doch noch kommt
 

DeepBlue

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Ich weigere mich, es zu akzeptieren ... Fury gegen Charr ... ein Kampf, den doch eigentlich keiner will
 

Brummsel

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Ich weigere mich, es zu akzeptieren ... Fury gegen Charr ... ein Kampf, den doch eigentlich keiner will
Ich glaube ja auch nicht daran, dass es so kommt, aber auch das wird Fury gut zu vermarkten wissen, nach dem Motto: "Der große Gipsy-King gibt dem zuletzt so arg gebeutelten Deutschen nochmal die einmalige Chance, ganz, ganz oben anzugreifen..." oder so ähnlich. :saint:
 
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Zerschmetterling

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Charr mittlerweile in den WBC Rankings auf 19, war er da letzte Woche schon? So wie ich das verstehe darf Fury mit dieser Sonderregelung gegen Platz 16-20 antreten.
 

JabAndGrab

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Das muß man mit ner Motivation schauen, wie so ein Huck Speckdackel oder ein Arena Abend unter Öner.

Diese Trash-Fights sind wie Promiboxen.

Ich freue mich zugegebenermaßen auf den O-Scoring-Thread (sollte der Kampf tatsächlich stattfinden). Horror-Gaudi Deluxe, nur mit Alkohol und den Gedanken von @hirschi zu ertragen, wobei es ab einem bestimmten Pegel ein richtiges Fest werden könnte. Angucken werde ich mir den Wahnsinn aber nur, wenn er im Free-TV (dazu zählt auch Bild TV) läuft, Geld gebe ich dafür nicht aus.
 

Dog Man

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Finde das nicht naiv, eher löblich bzw. richtig und man sollte zumindest nie die Hoffnung aufgeben. Immerhin findet man hin und wieder im Olympischen Boxen solche Dinge mehr als beim Profiboxen, wobei bei den sog. Amateuren auch nicht alles Gold ist, was glänzt. Problem ist, dass viele Trainer, Offizielle, Eltern usw. die Basis wie eben Können, Sportsgeist, Fairness ua. über Bord werfen, wenn es um Erfolge, Leistung, Bezahlung, Ego geht.
Der Nachwuchs kommt meist einfach unbedarft und um des Sports willen, um zu lernen, Spaß zu haben, Herausforderungen zu meistern, aber leider wird er dabei irgendwann verdorben, nicht nur z.B. durch Leistungstrainer, Offizielle, Sportvorbilder, sondern oft sogar durch Eltern, Zuschauer. Da geht die sportliche Ausbildung nicht schnell genug, da sind Niederlagen sofort ein Weltuntergang, da wird leider mehr gefordert als gefördert und jeder weiß es ohnehin immer besser.
Aber als kleiner Trost: ab und zu gibts durchaus Leute, die versuchen, etwas anders zu machen, zu verbessern, neue Wege zu gehen. Leider meist im kleinen, in der Minderheit und der "Erfolg" ist eher individuell, doch wie gesagt: die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, es gibt solche Fälle noch und vielleicht wird die Breite der Gesellschaft oder die Verantwortlichen ja irgendwann in 1000 Jahren mal klüger. :saint: :clowns:
Nein, sie wird nicht klüger, die Breite der Gesellschaft. Du hast in Deiner Darstellung völlig recht. Es ist kein Trost sagen zu können, dass dieses Problem in jeder Sportart vorkommt, in der viel Geld verdient wird. Es wird getrickst, gelogen und betrogen. Sogar in meiner 2. Lieblingssportart dem Schach, wie wir in diesen Tagen mit großem Entsetzen feststellen müssen. Gerne würde ich sagen können, dass das im Jugend- und Amateurbereich anders ist. Ist es aber nicht. Der Weltklassespieler Niemann (Elo 2700) hat schon als 12 und 16 jähriger nachweislich betrogen und scheint es jetzt auf der ganz großen Bühne - noch nicht nachweislich - auch zu tun. Schei...e, aber damit werden wir wohl leben müssen.
 
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