Amen!
Mal sehen, was gewisse Personen sagen werden, wenn Ammann, Olli oder Larinto mal zerschellen. Schon in Vancouver war nicht Schlierenzauer derjenige, der "zu doof" war, um 149 Meter zu stehen, sondern der andere Weitenjäger, den man damals bei viel zuviel Aufwind runtergelassen hat. Ich kann mich nicht daran entsinnen, dass Larinto damals so niedergemacht wurde wie in Vikersund und heute Schlierenzauer. Es ist echt traurig, dass für einige bei dieser Diskussion nur der Name des Springers ausschlaggebend ist. Nach Ammanns Sprung hatte ich heute übrigens auch Angst um Olli. Jeder Weitenjäger, dem solche Bedingungen gefährlich werden können, tut mir leid, wenn die Jury aus Angst vor Verzögerungen bei der TV-Übertragung den Abbruch scheut. Dabei wurde heute sowieso nicht live übertragen ... zumindest nicht in Deutschland, wo nach wie vor die meisten Gelder in den Skisprungsport fließen.
Ich hoffe wirklich, dass wir in dieser Saison nicht darüber diskutieren müssen, warum ein Olli sich das Kreuzband gerissen hat oder ein Ammann Olympia von Krankenbett aus verfolgen muss. Die Weitenjagd ist ausgereizt. Auf einer K123 genügt es vollkommen, wenn im Finale bei solch unberechenbaren Windverhältnissen wie heute an die 130 Meter gesprungen wird. Das macht die Sportart kein bisschen weniger attraktiv. Skispringen ist und bleibt die schönste Sportart - aber eben auch eine sehr gefährliche.