Wie geht es mit Universum/spotlight weiter?


Das in solchen Rückkämpfen viel Kohle steckt ist deutschen Promotern scheinbar sowieso nur schwer zu vermitteln, aber das kommt davon wenn man eine "Die NULL muss stehen"-Generation hochgezogen hat.

:thumb: Grosse Zustimmung.
Man hätte m.E. selbst das Frauenboxen gut aufziehen und einige Zuschauer anziehen können, wenn man Raoui nicht betrogen und ihr den Titel zugestanden hätte. Und dann hätte man nach 1 bis 2 Zwischenkämpfen einen Rückkampf vermarkten können.
Meiner Ansicht nach haben z.B. viele englische Boxmanager diesbezüglich eine andere Herangehensweise. Schade, dass man in Deutschland solange zwanghaft an der die-Null-muss-stehen-Doktrin festhalten hat.
Einige Boxer gewinnen ja auch durch Niederlagen Sympathien. Aktuelles Beispiel: Sylvester. Ich -für meinen Teil- freue mich auf einen nächsten Kampf -so er noch weiterkämpft- Sylvesters nun mehr als wenn er den letzten Kampf gewonnen hätte. Ich denke auch nicht, dass Fans immer nur den erfolgreichsten Boxer anfeuern, sondern oft denjenigen der aufgrund gewisser spezifischer Besonderheiten ihre Sympathien hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Niederlage von Huck gegen Cunningham ... die war irgendwann einmal.
Und nur weil Abraham gegen Ward, Froch und Dirrell verloren hat interessiert er nun nicht weniger Zuschauer, als wenn er weiter gegen Leute wie Ayala, Elcock und Demers geboxt hätte.

Schlechtes Beispiel hab den fight neulich noch mal gesehen und der ARD Kommentator hat Cunningham als schwächsten WM im CW bezeichnet (kann man vielleicht auch so sehen muss man aber nicht). Was man wohl kaum getan hätte wenn Sauerland der ARD immer erzählt hätte wie stark der auch war.
 
Dazu muss sich der jeweilige Boxer erst einmal vermarkten lassen. Wenn z.B. der Pacman so langweilig boxen würde wie Erdei, würde sich in den USA keine Sau für den interessieren. Wenn es nur einen Klitschko geben würde und der das Charisma von Chagaev hätte, würden seine Kämpfe in Deutschland sicherlich auch nicht so viel Beachtung finden. Erfolgreich aber Langweiler (wie z.B. Ottke) reicht in der Regel nur, wenn der Pass stimmt und die Identifikation mit dem Sportler auf diesem Wege läuft. Spektakuläre oder gar Ausnahmeboxer lassen sich hingegen nahezu überall vermarkten. Nur hatte die UBP nicht bzw. ließ das der von den Trainern favorisierte Stil nicht zu.

Also für mich liegt das Hauptproblem von Universum in der mangelnden Fantasie. Universum hatte eine einzige Art Boxer zu vermarkten. Jeder Boxer sollte irgendwie zu einem Titelkampf kommen (möglichst bei der WBO), den Titelkampf irgendwie gewinnen und dann den Titel jahrelang melken. So war das bei jedem Boxer. Sowas funktionierte in der Frühphase des Boxbooms in den 90ern auch wunderbar. Sowas kann auch heute noch mit nationalen Helden (z.B. Sylvester) funktionieren, wo sich das Publikum bereits über den Boxer als solchen so sehr freut, dass der Rest egal ist. Mittlerweile weiß aber selbst der wenig boxinteressierte Zuschauer, dass es Titel wie Sand am Meer gibt und der Titelgewinn selbst nicht allzuviel Bedeutung hat. Wie soll man sich da für Kämpfe von namenlosen Osteuropäern oder auch namenlosen Deutschen begeistern können? Sauerland hat das erkannt und macht eben Dinge wie das Super Six oder holt irgendwelche Ex-Weltmeister (Peter, Brewster) nach Deutschland. UBP ließ dagegen Boxer wie Kotelnik, Sidorenko oder Inkin irgendwelche Titel melken. Wer soll sich dafür schon interessieren?

Schlechtes Beispiel hab den fight neulich noch mal gesehen und der ARD Kommentator hat Cunningham als schwächsten WM im CW bezeichnet (kann man vielleicht auch so sehen muss man aber nicht). Was man wohl kaum getan hätte wenn Sauerland der ARD immer erzählt hätte wie stark der auch war.

Es hat aber der Popularität von Huck nicht geschadet.
 
Man redet bei Universum intern, das Brähmer für seine Absage gegen Clerverly statt 1,2 Mio einfach 1,6 Mio bekommen hat. Die Engländer haben Brähmer und Universum einfach ausbezahlt, weil die mit dem Titel nun ein vielfaches an Geld machen können. Bis Clerverly Pflichtverteidigen muss, schafft er noch locker 3-4 "ausgesuchte" Kämpfe und das bringt bei einem Tv Vertrag das Geld locker wieder rein.

Keiner verzichtet auf 1,2 Mio Euro einfach so, davon kann ich mein halbes Leben bestreiten, wenn nicht sogar noch mehr... . Über die Gerüchte würd ich mit mal Gedanken machen.
 
Das würde bedeuten das Sie Brähmer ernstgenommen haben , und das glaube ich nicht.:kgz:
 
Man redet bei Universum intern, das Brähmer für seine Absage gegen Clerverly statt 1,2 Mio einfach 1,6 Mio bekommen hat. Die Engländer haben Brähmer und Universum einfach ausbezahlt, weil die mit dem Titel nun ein vielfaches an Geld machen können.

Das kann ich mir eigentlich leider sogar relativ gut vorstellen.
Mit Sport hat das ganze aber nicht mehr viel zu tun. :crazy:
 
Man redet bei Universum intern, das Brähmer für seine Absage gegen Clerverly statt 1,2 Mio einfach 1,6 Mio bekommen hat.

So so, das redet man bei Universum intern. Da scheinst Du Dich ja gut auszukennen. Abgesehen davon, dass ich das für unglaubwürdig halte, wäre wohl eher eine Strafe anstatt Bezahlung für Brähmers sehr zweifelhafte Kampfabsage fällig.
 
Keiner verzichtet auf 1,2 Mio Euro einfach so, davon kann ich mein halbes Leben bestreiten, wenn nicht sogar noch mehr... . Über die Gerüchte würd ich mit mal Gedanken machen.

Falls dies stimmt:
Es geht aber nicht um dich, sondern um Brähmer, der schon das ein oder andere Milliönchen auf der hohen Kante hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
mal Off-Topic Brähmer

Bild.de zeigt Zbik - Chavez Jr. live... um die Uhrzeit wird sich der Stream wohl nicht oft verkaufen...
 
klaupe denkt das universum krümmt sich und man fällt am rande der scheibe runter.

...jetzt will er ins ausland, nur wer will einen stall wiederaufbauen mit
dicken, jahrhundert-talenten, trainingsweltmeistern, leberkranken, kampfverweigerern...?

da schwimmen doch alle felle längst weg...
 
figosport.de - Golovkin und Universum gehen getrennte Wege.

Noch interessanter, Universum zieht nach Hamburg-Lohbrügge.

Abendblatt.de - Universum verliert seinen letzten Weltmeister

Wenn ich mir vorstelle, wie die Hallen in Wandsbek früher aussahen, Klitschkos, Tiger, Szdunek, Halmich, Kentikian. Und jetzt soll alles leer stehen. Ein Stück deutsche Boxgeschichte schließt seine Pforten.
Ganz schön bitter.

danke für die links

eine location mit 2500 leuten wäre ja prima, klingt wie ein gewagter neuanfang.
 
Oben