Wo rangiert Mike Tyson in der HW-Geschichte?

Wo rangiert Mike Tyson in der HW-Geschichte?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    44

Easy

Moderator
Teammitglied
Beiträge
453
Punkte
63
Standort
Ostseebad Binz
Ansonsten bin ich einer der wenigen die hier Fakten und Argumente geliefert haben. Was Ihr hier schreibt sind Wunschvorstellungen, die durch nichts untermauert sind.
Du fabulierst hier genau wie jeder andere auch nur mit "hätte wenn und aber" rum, also komm mal wieder runter...
@Matt, Du unterstellst jetzt einfach mal das Tyson in seiner kurzen Prime jeden Gegner geschlagen hätte.

Gegen Lewis, Ali, Foreman, Holyfield hätte er meiner Meinung nach auch in seiner Prime verloren.
allein das zeigt es doch... Du unterstellst doch auch, dass Ali mit ihm den Boden aufgewischt hätte, oder gab es da einen Kampf, den nur Du gesehen hast...
 

SuckerpunchJesus

Nachwuchsspieler
Beiträge
252
Punkte
43
Ich weiß nun leider nicht genau um wen es geht - da ich zwei User ignoriere. Macht manches einfacher. Prorbiert es aus ;)
 

Roberts

Moderator
Teammitglied
Beiträge
63
Punkte
33
@Roberts was Du da beschreibst ist ein Bully ... und ja das war Tyson im Ring. Ein Bully ist dabei mental meistens nicht stabil nd kleiner als er sich gibt - das war Tyson auch. Der private etwas schüchterne Tyson der Tauben züchtet steht dabei im Kontrast zum badest man on the planet - der eine gute Marketing Figur war aber wohl nie der Mann hinter diesem Medien Monster.

Insofern ja, Holyfield hat ihn mental frustriert und auseinander genommen.

Deshalb war für Tyson eben die väterliche Trainer Figur toal wichtig da er im Grund ein verschüchterter junger Mann war mit wenig Selbstvertrauen und entsprechend geringer Frustrationstoleranz der Führung und Rückhat brauchte.
[...]
Deinem Beitrag muss ich aber auch entschieden widersprechen und finde ihn nicht objektiv was eben den Prime D'Amato Tyson angeht und den späteren Tyson. Diese beiden Versionen haben sehr unterschiedlich geboxt und sind deshalb nicht miteinander zu vergleichen. Das muss ein versierter Boxkenner wie Du auf den ersten Blick sehen. Der Lewis Tyson war schon ein Tyson in (Selbst)Auflösung und wäre wohl vergleichbar gewesen mit einem Lewis der mit 40plus nochmal zurück gekommen wäre.
Ich antworte Dir mal stellvertretend für alle anderen Nutzer, die hier Deiner Meinung sind. Ich halte Eure Meinung für legitim, aber eben doch auch zu sehr (nachvollziehbar) Fan-basierend.

Ich habe nie behauptet, dass sich Mike Tyson nicht über seine Karriere boxerisch verändert hat. Ich halte nur von der "Mit Cus D'Amato und ohne Robin Givens wäre alles ganz anders gekommen"-Nummer nichts. Das ist für mich Folklore. Ein Trainer, zumal auch noch so ein überragender wie Cus D'Amato, hat natürlich Einfluss auf seinen Schützling. Das gilt insbesondere für einen Schützling wie Tyson, der auch noch den väterlichen Freund braucht, der ihn auf Kurs hält.

Trotzdem:
Im Ring ist der Boxer am Ende alleine und die Fähigkeiten des Gegners sind es in der Regel, die die Grenzen der eigenen Möglichkeiten definieren.
Kein noch so guter Trainer der Welt kann die Probleme seines Schützlings mit dem Gegner negieren, wenn der Gegner die besseren Antworten hat. Holyfield hatte sie und mit D'Amato und beide diverse Jahre jünger wären die Kämpfe auch nicht anders ausgegangen.

Emanuel Steward hat z. B. alles versucht, um die Probleme aus Wladimir Klitschko heraus zu trainieren, er hat in den für Klitschko dramatischen Kämpfen alles in den Ring reingerufen, was er mit seiner Erfahrung an Lösungen finden konnte und trotzdem war es am Ende der Schützling, der dem Gegner Paroli bieten musste, egal wie das Innenverhältnis von Trainer zu Boxer aussah. Das ging mal deutlich schief und mal knapp gerade so gut. Trotzdem blieben die Schwächen immer gleich, während die Fähigkeiten des jeweiligen Gegners die Variabel bildeten.

Ich will niemanden das Fan-sein madig machen. Tyson ist und wird immer durch seine Urgewalt und die Art seiner Siege eine Legende bleiben. Es wird niemand geben, der ihn nicht zu den Top 30 aller Zeiten zählt und das ist wahrlich eine Auszeichnung. Es ist aber eben doch eine Legendenbildung, dass z. B. Lewis einen Braunstrich vor Tyson in der Hose hatte.
Lewis ist neben Ali der vielleicht beste Schwergewichts-Boxer aller Zeiten, was die Ringintelligenz angeht. Lediglich seine angeborene Überheblichkeit hat sich ihm gelegentlich in den Weg gestellt. Das muss in den Abzug gebracht werden, ebenso wie bei Tyson die mentale Schwäche.
Dabei muss man sich immer klar machen: Wir reden bei Beiden, aber auch bei anderen Boxern dieser Bedeutung immer über Nuancen auf höchstem Niveau. Kein Weltmeister/Weltklasse-Boxer, der die Leistungen über diverse Titelkämpfe bringt und somit keine Eintagsfliege ist, kann mit Berechtigung als Weichei/Angsthase oder ähnliches tituliert werden - nebenbei bemerkt auch ein Wladimir Klitschko nicht. Die Nuancen auf höchstem Niveau sind trotzdem ausschlaggebend in den einzelnen Duellen und bringen dann das Ergebnis mit sich, dass dann eben dazu führt, dass man dem eisernen Mike m. E. eben bescheinigen muss, dass er über alles nicht ganz oben steht.
 

SuckerpunchJesus

Nachwuchsspieler
Beiträge
252
Punkte
43
Hallo Roberts,

was dem einen sein Tyson ist eben dem anderen sein Lewis ;)

Lewis hatte ganz sicherlich eine Angst vor Tyson. Der war zurecht selbstbewußt.

Ich denke dass die erste Niederlage für Tyson sehr problematisch war. Zum einen war ihm damit der Nimbus der Unbesiegbarkeit genommen - woe damals auch Foreman gegen Ali - zum anderen hat der Bulli damit vielleicht fortan selbst etwas die Hosen voll.

Tysons früher Boxstil war ja bisweilen schon frech umd nicht zu sagen arrogant. Da sind Sebstzweifel eher schwierig.

Lewis halte ich für einen Boxer mit sehr hohre Ringintelligenz wobei ich meine dass Tyson Furry sogar noch smarter ist - und ich bin alles andere als ein Fury Fan. Wäre auch mal interessant darüber zu sinnieren wäöre der Boxer mit der höchsten Ring IQ war. Archie Moore war früher deke ich sehr gut, aus der jüngeren Zeit fällt mir vorrangig Bernard Hopkins ein.
 

Roberts

Moderator
Teammitglied
Beiträge
63
Punkte
33
Hallo Roberts,

was dem einen sein Tyson ist eben dem anderen sein Lewis ;)

Lewis hatte ganz sicherlich eine Angst vor Tyson. Der war zurecht selbstbewußt.
Ich habe Lewis nie gemocht, noch habe ich ihn gerne boxen sehen. Trotzdem: Lewis hatte ganz sicher keine Angst vor Tyson. Diese Legende ist Teil der Überhöhung, die der eiserne Mike zuweilen erfährt.
 

Cosmo.1

Old Member
Beiträge
166
Punkte
28
Man darf nicht vergessen ,wir sprechen hier über Boxer die auf so einem hohen Level waren (Lewis,Tyson,holy,). Ob dieser Level von nachfolgenden Boxern jemals erreicht wurde habe ich so meine Zweifel.
 

Marco Antonio Barrera

Nachwuchsspieler
Beiträge
5
Punkte
3
Wo rangiert Mike Tyson in der HW-Geschichte?

Nun, das ist im Grunde gar nicht definitiv zu beantworten.
Der 'Prime-Tyson' war hinsichtlich Punch, Speed , Killerinstinkt und auch Charisma einfach eine Augenweide, hatte aber leider auch nicht die ganzen großen Gegner (während ihrer prime) in seiner Epoche. Möglich, dass er gegen die besten Boxer der Geschichte baden gegangen wäre. Ebenso möglich, dass er alle kurz und klein gehauen hätte. Welche Meinung man davon nun vertritt, beruht letztlich ausschließlich auf Spekulation.

Aufgrund seines Stils und auch aufgrund seiner Gefängnisstrafe war die Prime aber auch relativ kurz. Der Tyson nach der Haftstrafe war nicht mehr der Selbe und weit entfernt davon, einer der besten Schwergewichtler aller Zeiten zu sein.

Persönlich halte ich mich mit historischen Einordnungen von Tyson daher zurück, sehe seine Kämpfe während seiner prime aber auch heute noch unfassbar gerne. Mir ist es im Grundegenommen egal, wie man ihn einordnet. Hauptsache, ich habe Spaß dabei, ihm beim Boxen zuzusehen.

Ich bin aber auch ganz grundsätzlich kein Freund davon, Sportler aus völlig verschiedenen Dekaden miteinander zu vergleichen. Nicht nur im Boxsport, sondern auch im Rugby, im Fussball, im Basketball. Selbst in der Formel 1. Das liegt einfach daran, dass sich Sportarten mit ihrer Intensität, ihren Trainingsmitteln, ihrer medizinischen Mittel und ihrer Taktik immer weiter entwickeln. Beim Boxen spielt es darüber hinaus noch eine Rolle, dass Menschen über die Jahrzehnte von wenigen Ausnahmen abgesehen immer größer und schwerer wurden.
Um einen Vergleich ziehen zu können, müsste man sehen, was frühere Sportler unter Berücksichtigung der heutigen taktischen, körperlichen, trainigstechnischen oder medizinischen Entwicklung zu leisten im Stande gewesen WÄREN. Das ist in der Praxis leider unmöglich.
 

Devil

Nachwuchsspieler
Beiträge
78
Punkte
8
Es stimmt schon, dass Tyson seine Prime in den 80ern hatte , aber imo gehörte seine Leistung im 2.Kampf gegen Bruno zu seinen allerbesten. Vielleicht ging sein Aufstieg nach dem Knast auch einfach viel zu schnell. Bevor er gegen Holyfield boxte, stand er ja nur ein paar Minuten im Ring. Vielleicht hätte man ihn da besser aufbauen können.
 

LeZ

Nachwuchsspieler
Beiträge
981
Punkte
63
Am Ende bleibt aber, dass er sich den Kopf schon lange zugesoffen und -gekokst hatte, und deshalb mental nicht mehr in allerbester Verfassung war. Das ist natürlich seine "Schuld", wenn man mal die Lebensumstände ausser Acht lässt, aber wenn man seine Leistung beurteilen möchte muss das mit in die Gleichung.

Insofern ist dann die Einschätzung klar, und wird auch von den meisten Leuten hier mit Verstand geteilt. Boxerisch in seiner absolut besten Zeit Top-3, mit Ali und Mr. X dabei (irgendeiner der Top-10). Ali mit seinem Speed, seiner Intelligenz und seiner Art zu Boxen wäre immer ein Problem gewesen, weil der sich nicht stellen lässt wenn er nicht möchte. Ein prime Foreman wäre vielleicht physisch zu viel gewesen, aber der hätte dafür bezahlt. Lennox hätte gegen prime Tyson der noch viel aktiver und schneller war irgendwann kassiert und es wäre der Rahman gekommen.

Karrieretechnisch und in Sachen Langlebigkeit Top-15, Tendenz Top-10. Da waren einfach viele viele wasted years.