Young Prospects - nur HW!


Heinrich

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Könnte es am finanziellen liegen, eventuell lockte ein gut dotierter Vertrag ? Kenne mich in USA leider nicht mit der Vergütung als Amateur so aus.
Die Vergütung ist natürlich nicht so toll.
Aber man kann danach seine Olympiateilnahme in der US-amerikanischen Team-USA-Hurragesellschaft finanziell und karrieremäßig enorm nutzen, so dass, wenn gute Medaillenchancen bestehen, eigentlich alle Boxer noch die olympischen Spiele mitnehmen.
Man denke z.b. an Bronze Bomber Wilder, der seine damals unter sehr schmeichelhaften Umständen errungene Bronzemedaille enorm für seine spätere Karriere ausschlachtete.
Vor allem da es 2019 nur noch ein Jahr hingewiesen wäre, er aber an den großen, dieses mal nicht unter Regie der AIBA laufenden und von Februar bis Mai 2020 geplanten Qualifikationsturnieren noch im Superschwergewicht hätte teilnehmen können , bin ich eigentlich überzeugt, dass Anderson 2020 bei Olympia im Superschwergewicht angetreten wäre, hätte er sich gute Medaillenchancen ausgerechnet.
Und v.a. hätte Team USA ihm bessere Mediallenchancen als Torrez Jr ausgerechnet.
Was auch seltsam war, dass er gar nicht bei den Weltmeistermeisterschaften 2019 dabei war, er kurz danach jedoch seinen Vertrag mit Arum unterzeichnete. Ich weiß auswendig nicht mehr, was da war.
bzw. weiß auch nicht mehr, ob ich es überhaupt mal wusste.
 
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timeout4u

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Ich glaube, Top Rank hat ihm da schon einen guten und für ein paar Jahre sicheren Vertrag vor die Nase gelegt, da konnte er nicht nein sagen. Zumal es bei den Amateuren unsicherer ist, erfolgreich zu sein, erst recht, wenn man auch nicht in einer Art Sportförderung steckt über Armee, Polizei, Sportprogramm. Da ist man in den USA mit einem Gang zu den Pros besser bedient, zumal grosse Amateurturniere immer das Risiko bieten, seinen Wert zu verspielen, wenn man nicht gerade mit Gold oder zumindest einer Medaillie heimkommt. Ist eben Risikoabwägung und Geldsache. Mit einem guten Promotor/Profivertrag ist das Risiko einer Niederlage in den ersten Profiboxjahren wahrscheinlich geringer als als Olympischer Boxer. Und ein erfolgreicher Olympiaboxer hat zwar seinen Wert, aber es beim Aufbau als Pro nicht unbedingt einfacher, weil mehr von ihm erwartet wird und es manche Aufbaugegner durchaus extra motiviert sich gegen einen hoch dekorierten Amateurstar gut zu schlagen und es ihm besonders schwer zu machen. Auch nicht zu unterschätzen solche Überlegungen.
 

DerDude1977

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Jared Anderson wirkt schonmal ganz interessant, nach dem, was ich gesehen habe. Ein ganz schöner "Brocken" für sein Alter im positiven Sinne (- hoffentlich nicht "künstlich positiv", so wie Big Baby Miller (- gibt es bei dem überhaupt noch Karrierepläne?...). Der wirkt schon wie einer, der mal was reißen könnte. Und scheint ja auch recht schnelle Hände zu haben und Power.
Seine Gegner bisher haben mir allesamt nichts gesagt. Da hoffe ich einfach, dass man "am Ball" bleibt beim Aufbau. Bin immer froh, wenn mal was nachkommt. Ajagba z.B. hatte ja zuletzt schon sowas wie nen kleinen Karriereknick. Vor ein paar ordentlichen Gegnern bin ich mittlerweile sehr vorsichtig mit Prognosen.
 

timeout4u

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Kenne ihn jetzt nur aus dem Olympischen Boxen, weil im Grunde kann man aus vielen Profiaufbaukämpfen ohnehin wenig Rückschlüsse ziehen, ob ein Boxer es zur WM schafft oder nicht. Und im Olympischen Boxen bewies er schon ab und zu, dass er ganz oben mitspielen kann. Eliteboxer aus KAZ sind eh stark, aber haben natürlich auch Schwächen wie jeder Boxer. Denke Kossobutskiy ist u.a. etwas konditionell anfällig, wenn er nicht trifft, nicht in den Kampf kommt bzw. kann mit entsprechenden Mitteln ausgeboxt werden, wenn man mehr auf Tempo, Beine, Explosivität, Basisboxen setzt. Schon ein Kevin Johnson könnte ihn vielleicht allein mit Boxcleverness und Stinkfähigkeiten schlecht aussehen lassen, was aber auch nichts über das WM Potential aussagt, sofern er nicht verliert. Schwimmt eben in einer grossen Welle mit Boxern ala Yoka, Hrgovic, Wallin und und und. Haben alle gewisses Boxzeug, um in einem WM Kampf gegen einen aktuellen oder künftigen WM gewinnen zu können. Klar, bei ihm ist Hype dabei, was die KO Maschine angeht, aber boxerisch ohne ist er nicht. Zumindest wird sicher keiner der amtierenden Champions eine freiwillige TV gegen ihn machen. :D:saint:
 

tobi

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Kossobutskiy hat halt viele Gegner im Record stehen, die nicht wirklich zum Gewinnen gekommen sind. Sein bester Sieg ist meiner Meinung nach der als "Auswärtsboxer" gegen Agron Smakici, der bis zu diesem Kampf als heißes UBP Talent gehandelt wurde. Dann wurde er von Kossobutskiy überraschend in der ersten Runde KO geschlagen, woraufhin Kossobutskiy dann bei UBP unter vertrag genommen wurde.
 

Prinz_von_H

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Es gibt da dieses Video vom Sparring gg Miller. Sieht am Anfang gut aus, aber als Miller dann Ernst gemach und ne Schippe drauf gelegt hat, war Kossobutskiy kurz vorm Aufgeben.

 

KRAFT&HERZ

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miller, chisora, whyte... alles breite, black tanks, die wenn sie nach vorn gehen und die schläge von aussen kommen,
schwer zu handeln und zu vermeiden sind. auch im sparring.
 

timeout4u

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Kenne jetzt zwar nicht Aufgabe und Ziel dieses Sparrings, aber wenn diese Einheiten scheinbar immer so planlos ablaufen, dann wird das eher nichts mit einer WM. :weghier:
 

Heinrich

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miller, chisora, whyte... alles breite, black tanks, die wenn sie nach vorn gehen und die schläge von aussen kommen,
schwer zu handeln und zu vermeiden sind. auch im sparring.
Gerade im Sparring, wenn es darum geht, den anderen mal absichtlich unter Druck zu setzen, bzw. in diesem Fall, Miller die Gelegenheit zu geben, mal so richtig die Sau rauszulassen. Die meisten Ringrichter hätten da schon längst eingriffen. So z.b. der Ringrichter von Chisora vs Usyk, der ja nahezu jeden Infight unterband und dadurch Chisora benachteiligte.

Sogar vom derzeitigen P4P Nr.1 Alvarez existieren ja auch Videos von Sparrings, in denen man sehr wahrscheinlich Alvarez und seinen Sparringspartner bewusst etwas trainieren ließ und die zu trainierende Situation, in der man Trainingsbedarf Alvarez' vermutete, zugespitzt erzeugt. Videos in denen Alvarez auf dem ersten Blick sehr unsouverän aussieht.

Ugás hat z.b. auch erst vor kurzem ein Video eines Sparring gepostet, in dem er von Castano aus dem Ring geschmissen wird.


Kenne jetzt zwar nicht Aufgabe und Ziel dieses Sparrings, aber wenn diese Einheiten scheinbar immer so planlos ablaufen, dann wird das eher nichts mit einer WM. :weghier:
Das war Millers Training in New York. Kossobutskiy war bezahlt, um Miller als Sparringspartner dienen. Für mich schaut es so aus, als würde man Miller um seine Aggression und sein Selbstvertrauen zu steigern ermöglichen, absichtlich mal hart an der Grenze der Kampfregeln im Ring die Sau rauszulassen und seinen Sparringspartner niederzupresssen.
Und darüber, ob Kossobutskiy da so schlecht aussieht, gibt es verschiedene Meinungen.
Prinz_von_H denkt offensichtlich ja.
Die User von boxingforum24.com denken eher das Gegenteil:

boxing24 miller.png

 
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timeout4u

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Klar, Aufgabensparring, Simulation von Kampfsituationen usw. gehört dazu, aber wenn man manchmal Sparringseinheiten wie solche sieht, gerade bei Profis, frage ich mich persönlich, was beide Boxer da gross lernen können, ausser unnötig Schläge einstecken mit schlampig ausgeführten Aktionen. Vermutlich das typische Gymsparring nach zig Runden Gerätearbeit, was aber für mich eher Funfaktor ist, ähnlich wie das obligatorische Abschlussspiel beim Fussballtraining.
Ich weiss, alles auch eine Frage der Trainingsphilosophie, aber da sind z.B. bei Miller zig Leute drumherum und niemand macht dabei den Ref. Wenn schon Simulation, dann gehört ein Ref. dazu, der ruhig parteiisch sein kann oder mit Trainervorgaben ausgestattet das Sparring leitet. Einfache Sache, was den Lernfaktor mehr erhöht und das Geschehen noch ein Stück authentischer machen würde. :saint: Nur meine Meinung, weil ich ausnahmsweise das boxerische Niveau beim Sparring zwischen Miller und K. für Profiboxer auf diesem Level eher schwach empfand. ;)
 

KRAFT&HERZ

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Klar, Aufgabensparring, Simulation von Kampfsituationen usw. gehört dazu, aber wenn man manchmal Sparringseinheiten wie solche sieht, gerade bei Profis, frage ich mich persönlich, was beide Boxer da gross lernen können, ausser unnötig Schläge einstecken mit schlampig ausgeführten Aktionen. Vermutlich das typische Gymsparring nach zig Runden Gerätearbeit, was aber für mich eher Funfaktor ist, ähnlich wie das obligatorische Abschlussspiel beim Fussballtraining.
Ich weiss, alles auch eine Frage der Trainingsphilosophie, aber da sind z.B. bei Miller zig Leute drumherum und niemand macht dabei den Ref. Wenn schon Simulation, dann gehört ein Ref. dazu, der ruhig parteiisch sein kann oder mit Trainervorgaben ausgestattet das Sparring leitet. Einfache Sache, was den Lernfaktor mehr erhöht und das Geschehen noch ein Stück authentischer machen würde. :saint: Nur meine Meinung, weil ich ausnahmsweise das boxerische Niveau beim Sparring zwischen Miller und K. für Profiboxer auf diesem Level eher schwach empfand. ;)
BUDDHISMUS LEHRER.jpg
;)
 
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