Zweite Liga - Hamburg bleibt dabei! Der Thread zur Zweitligasaison 19/20


John Lennon

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Dem HSV hat das Jahr in der zweiten Liga so gut gefallen, dass man wirklich alles versucht hat, um ja nicht aufzusteigen - man denke da z.B. an die Verpflichtung von Hannes "warum habe ich eigentlich so einen guten Ruf?" Wolf, der mit abenteuerlichen Aufstellungen das Wunder des Nichtaufstiegs geschafft hat und so wird es auch in der kommenden Saison von Kiel bis Regensburg durch die Stadien "2. Liga, Hamburg ist dabei!" hallen.

Mit dem VfB Stuttgart, dem 1. FC Nürnberg und Hannover 96 kommen gleich drei Traditionsvereine von oben, während Union Berlin, der 1. FC Köln und der SC Paderborn sich ins (kurze?) Abenteuer Bundesliga stürzen. Slomka hat in den letzten Tagen schon vorgewarnt, dass der Aufstieg schwierig werde, da man in der Budgettabelle nur an fünfter oder sechster Stelle stehe und auch in Nürnberg dürfte es ähnlich aussehen, so dass die Rückkehr ins Oberhaus für beide kein Selbstläufer wird. Anders sieht die Lage beim VfB aus. Dort wäre alles andere als der direkte Wiederaufstieg eine Sensation. Der finanzielle Abstand zur Konkurrenz ist einfach zu groß.

Nicht mehr zweitklassig sind Duisburg, Magdeburg und überraschenderweise auch die Schanzer aus Ingolstadt, die mit ganz anderen Ambitionen in die Saison gegangen sind, sich aber auch über die Relegation nicht retten konnten.

Mit Osnabrück und Karlsruhe begrüßt die Liga zwei Dauergäste. Beide haben schon über 20 Saisons in der 2. Liga absolviert und stehen in der ewigen Zweitligatabelle unter den ersten 10. Der SV Wehen-Wiesbaden feiert nach zehn Jahren Drittklassigkeit die Rückkehr und geht in seine insgesamt dritte Zweitligasaison.

Den Spielplan gibt es am 28.06. und der erste Spieltag findet vom 26. bis 29. Juli statt.

Auf eine schöne Saison! Ich hoffe, dass ich die Zeit finde und euch auch in diesem Jahr mit meiner Saisonvorschau und den völlig abwegigen Prognosen belustigen kann. :wavey:

Saisonvorschau:

SV Wehen Wiesbaden
Karlsruher SC
VfL Osnabrück
SV Sandhausen
Erzgebirge Aue
SpVgg Greuther Fürth
Dynamo Dresden
VfL Bochum
SV Darmstadt 98
FC St. Pauli
SSV Jahn Regensburg
Hannover 96
VfB Stuttgart
Arminia Bielefeld
Holstein Kiel
1. FC Nürnberg
1. FC Heidenheim
Hamburger SV

Und so geht es aus...

  1. VfB Stuttgart
  2. Hamburger SV
  3. VfL Bochum
  4. 1. FC Nürnberg
  5. Arminia Bielefeld
  6. Darmstadt 98
  7. Hannover 96
  8. 1. FC Heidenheim
  9. Holstein Kiel
  10. FC St. Pauli
  11. Erzgebirge Aue
  12. Dynamo Dresden
  13. SV Sandhausen
  14. Karlsruher SC
  15. Greuther Fürth
  16. VfL Osnabrück
  17. Jahn Regensburg
  18. SV Wehen Wiesbaden
 
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Hardstyle21

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Nürnberg, Hannover, Stuttgart, HSV und das eine oder andere Überraschungteam könnten den Kampf um einen Nichtaufstiegsplatz wieder mal spannend machen.
Wer am Ende den angestrebten 4. Platz erreicht bleibt abzuwarten!
 

sefant77

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Wird keine drei Monate dauern bis Schubert und Domme Schmidt aneinanderrasseln
 

Epsilon

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Scheinbar sind Ewerton und Leibold von Nürnberg zum HSV fix. Das ist schon richtig übel für den Club, das waren die beiden Stützen in der Abwehr, jetzt sind sie erstmal raus aus dem Aufstiegskampf, haben das Ziel 1. Liga aber eh auf 2 Jahre ausgelegt was durchaus Sinn macht wenn man dieses Jahr 2 übermächtige mit Hamburg u. Stuttgart in der Liga hat u. nächstes Jahr Paderborn und vlt die Union stattdessen zu bekämpfen hat.
Der HSV dagegen scheint weiterhin die finanziellen Mittel zu haben u mit Hecking endlich einen gefunden zu haben der mit Verstand einkauft.
 

tennisfun

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Gut mit 3 Mio. für Leibold lässt sich vielleicht was anstellen. Es stimmt schon Nürnberg hat viele guten Spieler verabschiedet und die Neuen werden die kaum sofort 1 zu 1 ersetzen können. Nürnberg ist Nr.4 was die Favoriten um den Aufstieg anbelangt. HSV, Stuttgart und Hannover sind vorne auch weil sie finanziell mehr Möglichkeiten haben wie der Club.
 

forza!

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Wo ist denn der Thread zur Bundesliga? Kann immer noch nicht so richtig fassen, dass wir jetzt wieder ganz oben spielen dürfen!:jubel:
 

strodini

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Bin auf die Saison vom VFL gespannt. Letzte Saison zwei Spiele besucht (unter anderem das Hinspiel gegen die Preußen, herrliches Spiel) und werde diese Saison zumindest die Spiele gegen Stuttgart in beiden Stadien verfolgen wollen, mal sehen was noch dazu kommt.
An sich sollte der Abstieg besiegelt sein, aber wer weiß was Thioune da noch rausholen kann!
 

le freaque

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Von den Namen her erwartet uns eine sehr schöne Saison, wie ich finde: drei "Top Absteiger", ein Top Aufsteiger mit dem KSC und Osnabrück mit guter Fanbase. Ok, Wehen hätte wohl kaum jemand außerhalb Wiesbadens gebraucht.
Aber insgesamt kompensieren die Neuzugänge die Abgänge Köln, Union, Paderborn, MSV, Ingolstadt, Magdeburg schon gut. Da wird es keine negativen Auswirkungen auf die Aufmerksamkeit geben.
Insgesamt sind 19/20 zwölf ehemalige Erstligisten am Start, davon sieben ehemalige deutsche Meister (auch wenn es zum Großteil schon seeehr lange her ist) und Kiel als ebenfalls ehemaliger Meister. Dazu Traditionsclubs wie der Jahn und Osnabrück, Heidenheim als mittlerweile etablierter Zweitligist mit mMn durchaus wohltuend unaufgeregter Kontinuität und Sandhausen und Wehen, die halt auch noch irgendwie da sind.
Insgesamt aber eine nette Mischung, wie ich finde. Könnte eine nette Saison werden.

Allerdings glaube ich dieses Mal eher nicht an ein breites Aufstiegsrennen. Stuttgart ist DER Favorit, danach kommt gleich der HSV. Nürnberg und 96 sind nach dem Abstieg zwar ein bisschen die Wundertüten, allerdings hat das natürliche Verfolgerfeld um Pauli, Bochum, Kiel und Bielefeld in der bisherigen Transferperiode ganz schön Federn gelassen. Einzig Heidenheim traue ich eine erneute Rolle wie im letzten Jahr zu.
 

tennisfun

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Nürnberg darf bei der DFL den Deppen Spielen in puncto Montagsspiele. Vorletzte Saison 8 Montagsspiele, letzte Saison durfte der Club bei 2 von 4 Montagsspielen die es in der Liga gab antreten. Und diese Saison das erste Heimspiel gegen den HSV wäre an einem normalen Tag ausverkauft, aber man darf wieder an einem Montag spielen..... Das ist schon reichlich albern von der DFL. Gerecht ist das nicht.
Es fehlen die Einnahmen bei Heimspielen.
 

sefant77

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"Entweder ihr wechselt euer Aloch zur Halbzeit aus oder wir packen unsere Taschen und fahren" - das wäre mal ein richtiges Halbzeit-Statement gewesen, wenn man die gesamte Halbzeit hatte um Osei zu befragen was vorgefallen ist.
 

John Lennon

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"Entweder ihr wechselt euer Aloch zur Halbzeit aus oder wir packen unsere Taschen und fahren" - das wäre mal ein richtiges Halbzeit-Statement gewesen, wenn man die gesamte Halbzeit hatte um Osei zu befragen was vorgefallen ist.
In der Kabine vom VfL wurde über die rassistische Beleidigung gesprochen und man hat sich entschieden, weiterzuspielen. Was wohl auch ausdrücklich der Wunsch von Osei-Tutu war.
 

John Lennon

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Los geht die wilde Fahrt, auch bekannt als John Lennons patentierte große Saisonvorschau, in der alle 18 Zweitligisten ihr Fett wegkriegen. :devilish:


SV Wehen Wiesbaden

Nach dem Ende der Hinrunde sprach wenig für den Aufstieg von Wehen Wiesbaden in die 2. Liga. Mit 27 Punkten und einer ausgeglichenen Bilanz von acht Siegen bei acht Niederlagen betrug der Abstand auf den Relegationsplatz satte zehn Punkte und nur die größten Optimisten hätten noch Geld auf die Mannschaft von Rüdiger Rehm, der seit dem Februar 2017 Trainer bei den Hessen ist, gesetzt. Durch eine starke Rückrunde (43 Punkte) konnte man sich aber noch auf den Relegationsplatz schieben. Dort traf man auf die favorisierten Ingolstädter, die das Auswärtsspiel in der Brita-Arena für sich entscheiden konnten. Der 1:2-Anschlußtreffer durch Kyereh in der sechsten Minute sollte für Wehen Wiesbaden aber noch wichtig werden. Im Rückspiel ging der Drittligist schnell in Führung (wieder traf Kyereh) und ließ sich auch anschließend durch den postwendenden Ausgleichstreffer durch Kerschbaumer nicht aus der Ruhe bringen. Noch vor der Halbzeit traf Dittgen und durch ein Eigentor von Paulsen ging man mit einer 3:1-Führung in die Pause. Eben jener Paulsen konnte zwar noch auf 2:3 aus Sicht der Schanzer verkürzen, aber Wehen Wiesbaden konnte das Ergebnis halten und somit den Aufstieg nach zehn Jahren Drittklassigkeit perfekt machen.

Mit Stammkeeper Markus Kolke (Hansa Rostock) und Alf Mintzel (Karriereende) haben zwei Urgesteine, die zusammen auf über 500 Spiele für Wehen Wiesbaden kommen, den Verein verlassen. Zudem stehen die drei Leihspieler Florian Hansch (inzwischen Hallescher FC), Agyemang Diawusie (FC Ingolstadt) und Niklas Schmidt nicht mehr zur Verfügung. Alle drei hätte gerne gehalten, aber das war nicht realisierbar. Insbesonders der Abgang von Niklas Schmidt wird nur schwer aufzufangen sein, war er doch einer der Leistungsträger der letzten Saison. Sein Stammverein Werder Bremen hat sich aber dafür entschieden, ihn an den VfL Osnabrück zu verleihen. Dagegen konnte man das Leihgeschäft von Gökhan Gül (Fortuna Düsseldorf) um ein Jahr verlängern. Gül, der das Bochumer Talentwerk durchlief, wurde 2017 in der Kategorie der U19-Spieler mit der Fritz-Walter-Medaille in Bronze ausgezeichnet und konnte sich, nachdem er im Winter 2019 ausgeliehen wurde, schnell einen Stammplatz im defensiven Mittelfeld sichern.

Im Tor kommt es zum Zweikampf zwischen der bisherigen Nr. 2 Lukas Watkowiak und Neuzugang Jan-Christoph Bartels, der von den Kölner Amateuren in den Taunus wechselte. Bisher kamen beide in der Vorbereitung auf ihre Einsätze und so wird wohl erst der letzte Test gegen Boavista Porto einen Hinweis darauf geben, wer als Nummer 1 in die neue Saison geht. Davor dürfte sich das Gesicht der Viererkette im Vergleich zum Vorjahr deutlich verändern, was als Reaktion auf die vergleichsweise hohe Anzahl an Gegentoren (47) anzusehen ist. Mit Benedikt Röcker kommt ein erfahrener Innenverteidiger, der die letzten drei Jahre in der dänischen Superligaen bei Bröndby gespielt hat und zeitweise sogar die Kapitätsbinde trug. Die Verpflichtung des langgewachsenen Röcker (1,97 Meter) darf daher durchaus als Coup angesehen werden. Zusammen mit der letztjährigen Stammkraft Sascha Mockenhaupt dürfte Röcker zu Saisonbeginn die Innenverteidigung bilden. Mit dem 20jährigen Kroaten Jakov Medic, der für zwei Jahre vom FC Nürnberg ausgeliehen wurde und dem erfahrenen Niklas Dams stehen zwei brauchbare Alternativen zur Verfügung. Mit Michael Guthörl (Greuther Fürth II), Tobias Mißner (Borussia Dortmund U19) und Dominik Franke (ausgeliehen von VfL Wolfsburg II) hat man gleich drei Talente für die defensive Außenbahn verpflichtet. Dort könnte auch Michel Niemeyer zum Einsatz kommen, aber der Neuzugang aus Magdeburg wird wohl eine Position weiter vorne sein Haupteinsatzgebiet haben. Paterson Chato (Lotte) gibt Trainer Rehm eine weitere Alternative für das Mittelfeld und kann im Alter von 22 schon auf über 100 Spiele in Regional- und dritter Liga zurückblicken. Chato, der in Zaire geboren ist, ist extrem flexibel einsetzbar, fühlt sich aber im zentralen Mittelfeld am wohlsten. Die starke Offensive um Schäffler (16 Tore) und Kyereh (15) konnte gehalten werden und wird mit Marvin Ajani (Hallescher FC), Phillip Tietz (Paderborn) und Cedric Euschen (Nürnberg II) sinnvoll ergänzt. Während Tietz und Euschen erstmal mit der Rolle des Ergänzungsspielers Vorlieb nehmen müssen, sollte Flügelspieler Ajani direkt Kandidat für Startelf sein.

Wehen Wiesbaden hat sich in der Rückrunde in einen Lauf gespielt und wird sicherlich auch in Liga 2 unter Rehm mutig auftreten. Die Stärken liegen eindeutig in der Offensive. 71 Saisontore sprechen eine deutliche Sprache, aber Schäffler blieb bisher den Beweis schuldig, dass er auch in Liga 2 knipsen kann. Kyereh traue ich aber auch in der zweiten Liga zu, zweistellig zu treffen. Mit Ajani, Dittgen und Shipnoski hat man zudem torgefährliche Außen, so dass man offensiv durchaus konkurrenzfähig sein sollte. Defensiv sehe ich da deutlich mehr Fragezeichen. Die Innenverteidigung sieht auf dem Papier gut aus, aber bei den Außenverteidigern eigentlich nur Rechtsverteidiger Kuhn Erfahrung mit. Der Rest macht seine ersten "richtigen" Schritte im Profigeschäft oder kam bisher nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus (Marc Wachs). Dazu setzt man mit Watnowiak (23 Jahre alt), der praktisch zwei Jahre so gut wie keine Spielpraxis hat und Bartels auf ein sehr junges Torwartduo. Das kann klappen, kann aber auch übel in die Hose gehen. Insgesamt ist das alles zu wenig für den Klassenerhalt - Platz 18.
 
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