đŸ‡ŻđŸ‡” An die Japanfans


Bei starkem Aufwind bis zu 25 Minuspunkten fanden heute die Miyasama Games auf der Großschanze ihren Abschluss.

Damen
1. Miyajima Ringo
2. Nakayama Nagomi
3. Iwasa Haruka

Herren
1. Kobayashi JunshirĂŽ
2. SatĂŽ Keiichi
3. Takehana Daimatsu
4. Takeuchi Taku
5. Yamamoto GĂŽ
6. Kasai Noriaki (der den Wind zum FĂŒrchten fand!)

Bei den SchĂŒlern gewann Mori TaiyĂŽ vor Okabe RintarĂŽ und Sasaki Seigo.

 
Beim grĂ¶ĂŸten japanischen Firmenteam Snow Brand wurden Posten neu vergeben.

ItĂŽ Daiki, bisher Coach, steigt zum Teamtrainer/Teamdirektor auf. Diesen Posten hatte bisher Sakano Yukio, der nun ausscheidet. Außerdem steigt Harada YĂ»mu als neuer Coach ein.

Oberster Chef bleibt Okabe Takanobu, auch Harada Masahiko bleibt als Berater dem Team erhalten.

 
Ich weiß nicht ob es hier schonmal gepostet wurde.
Sara ist Mitinitiatorin eines Projekts das sich mit denen Themen Förderung von Umweltschutz und der Bewahrung des Wintersports unter dem Einfluss des Klimawandels einsetzt.


 
Zuletzt bearbeitet:
Beim grĂ¶ĂŸten japanischen Firmenteam Snow Brand wurden Posten neu vergeben.

ItĂŽ Daiki, bisher Coach, steigt zum Teamtrainer/Teamdirektor auf. Diesen Posten hatte bisher Sakano Yukio, der nun ausscheidet. Außerdem steigt Harada YĂ»mu als neuer Coach ein.

Oberster Chef bleibt Okabe Takanobu, auch Harada Masahiko bleibt als Berater dem Team erhalten.

What will be Yukio Sakano next year ? We need more trainers in Japan.
What is Masahiko's role in the ski japan association ?
 
As for Kenzo Ogiwara, he is from Shimokawa ski club and his father is the mayor of Nagano. I don't understand why he is in Shimokawa ?
 
What will be Yukio Sakano next year ? We need more trainers in Japan.
What is Masahiko's role in the ski japan association ?

There was nothing written about Sakano. Only that he is about to leave Snow Brand.

Harada is the head of the Ski Association of Japan (SAJ).

As for Kenzo Ogiwara, he is from Shimokawa ski club and his father is the mayor of Nagano. I don't understand why he is in Shimokawa ?
As did Okabe RintarĂŽ he left home to enter the famous Shimokawa school. For RintarĂŽ it is not so far away but for the young Ogiwara it must have been quite a decision. Let's hope this will become a success story.
 
NikaidĂŽ:
"Auch bei anderen als Norwegern habe ich schon gedacht, dass der Anzug wohl eher zu groß ist."
"Über die letzten Jahre haben wir die Situation, dass man nicht weiß, ob es sich um absichtliche IrregularitĂ€ten handelt oder nicht."

Sakuyama zu der neuen Bestimmung, dass nur noch ein Anzug benutzt werden darf:
"Wir machen alles so wie vorher auch. Uns als Team Japan kommt das sogar eher entgegen."

 
Vorgestern gab es in Sapporo das Saisonabschluss-Springen auf der Großschanze um den Itî-Pokal, das traditionell unter Flutlicht stattfindet.

Damen
1. Iwasa Haruka
2. Nakayama Nagomi
3. SaitĂŽ YĂ»

Herren
1. Takehana Daimatsu
2. Yamamoto GĂŽ
3. Ikeda Ryûsei
4. Kobayashi Tatsunao
5. Sakano Asahi
6. Iwasa Yûken

 
In der fĂŒhrenden japanischen Sportzeitschrift "Sports Graphic Number" (meist nur "Number" genannt) gibt es ein langes Interview mit Funaki Kazuyoshi, das auch online in vier Teilen zu lesen ist.
Es geht um seine damalige aktive Zeit, aber auch darum, was er jetzt macht.
In gut einem Monat wird er 50.

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Fotos: Jiji und Sato Wataru

Er erzÀhlt, wie er ausgebuht wurde.

„In Europa gibt es bei WettkĂ€mpfen mehrere zehntausend Zuschauer, auch wenn es nicht so viele sind, sind es immer noch zehntausend, von denen ich dann einstimmig ausgebuht wurde.“
FĂŒr die mĂ€chtigen LĂ€nder ist es eine Sportart, die sie sehr ausgeprĂ€gt als ihr Eigentum wahrnehmen und auf die sie stolz sind. Das Ausbuhen eines Springers, der als NichteuropĂ€er dabei ist, ist ein Beweis dafĂŒr, dass man sein Können anerkannte.
„Als Reaktion darauf wollte ich noch mehr ausgebuht werden, es war so eine provokante Einstellung, die ich annahm. Ich dachte, wenn die alle buhen, dann steigt die Temperatur und es kĂ€me Thermik auf, was positiv fĂŒr mich ist. Es ist eine Tatsache, dass Springer weiter springen, wenn es laut ist. Auch wenn in meinem Fall nur Buhrufe waren, dachte ich: ‚Macht noch mehr davon!‘“


Er spricht ĂŒber ein „AuswĂ€rtsgefĂŒhl“, das er hatte.

„Ich habe das gespĂŒrt, seit ich das erste Mal im Ausland war. Es war so, als wollte man dort nicht, dass ein Asiat gewinnt. In Japan wird jemand genauso angefeuert, wenn er kein Japaner ist, z. B. ein Yokozuna beim SumĂŽ. Im Ausland nimmt man kein Blatt vor den Mund. Bei LĂ€ndern, die in ihrer Geschichte einmal Krieg gegeneinander gefĂŒhrt haben, ist das richtig schlimm.“
„Aus der Überzeugung heraus, dass Europa die Heimat dieses Sports ist, kommt es unweigerlich dazu, dass starke Athleten aus anderen Regionen nicht willkommen sind. Das betrifft nicht nur Skispringer, auch andere Sportler haben berichtet, diese Erfahrung gemacht zu haben.“

Er nennt ein Beispiel.

„WĂ€hrend die europĂ€ischen Springer in FĂŒnfsternehotels ĂŒbernachteten, waren wir in billigen Quartieren untergebracht. Man wies uns fĂŒnf- bis sechsstöckige HĂ€user ohne Aufzug zu. Wie es heutzutage ist, weiß ich nicht, aber damals war das fĂŒrchterlich. Es gab allerdings auch Springer anderer LĂ€nder, die noch schlimmere Quartiere hatten als wir.“

Außerdem geht um RegelĂ€nderungen, die er damals selbst erlebt hat und die nachteilig fĂŒr Japan waren. Zuerst natĂŒrlich die 146 Prozent-Regel, mit der körperlich große Springer einen Vorteil bekamen, aber auch so etwas, dass der Abstand der beiden Rillen in der Anlaufspur ebenfalls auf große Springer ausgerichtet war und kleinere Schwierigkeiten damit hatten, weil die KraftĂŒbertragung schlechter war.

FĂŒr ihn ebenfalls nachteilig war, dass er dadurch, dass die Flughaltung nicht mehr wie zuvor in die Haltungsnoten einfloss, Punkte einbĂŒĂŸte. Vorher hatte er immer ĂŒber die Haltungsnote viele Punkte holen können (bestes Beispiel 5 mal 20 in Nagano).

Es kam auch vor, dass Japan ĂŒber RegelĂ€nderungen erst informiert wurde, wenn die neue Saison begann und sich die Springer dann an Ort und Stelle umstellen mussten, wĂ€hrend die EuropĂ€er bereits seit Monaten mit dem neuen Material trainierten.

Beispiel:
„Auf den AnzĂŒgen fĂŒr die Olympischen Spiele in Turin 2006 war eine japanische Flagge und das Wort JAPAN aufgedruckt. Das war unter Hitze aufgepresst worden, wodurch an dieser Stelle die LuftdurchlĂ€ssigkeit geringer war. Man war davon ausgegangen, dass diese Stelle nicht Gegenstand der Kontrolle wĂ€re. Jedoch wurde bei einem Weltcup vor den Spielen, an dem Japan nicht teilnahm, erklĂ€rt, dass auch diese Stellen der Kontrolle unterlĂ€gen. Somit hatte Japan davon keine Kenntnis.

Man hat nun in aller Eile mit einer NĂ€hmaschine Löcher in diese Stellen gemacht. Fast wĂ€re es dazu gekommen, dass man disqualifiziert wird.“

Er sieht aber auch VersĂ€umnisse in Japan, weil, aufgrund dessen, dass im Skispringen auf Deutsch kommuniziert wird, erst alle Informationen genau ĂŒbersetzt werden mĂŒssen, bevor sie an die Sportler weitergegeben werden. Und das dauerte zu lange.

Er wurde nur einmal disqualifiziert. Das war im Sommer, als Schweiß in den Anzug eingedrungen ist und ihn verhĂ€rtet hat, so dass die LuftdurchlĂ€ssigkeit nicht passte. Danach hat man die Regel geĂ€ndert und im Sommer die LuftdurchlĂ€ssigkeit nicht mehr nachgemessen.

„Ich gehörte als Mitarbeiter dem Firmenteam des Herstellers Descente an, da kam eine Disqualifikation ĂŒberhaupt nicht in Frage. Es wĂ€re unverzeihlich gewesen, den eigenen AusrĂŒster mit Dreck zu bewerfen. Auch mein Trainer Yagi hĂ€tte das keinesfalls durchgehen lassen, und so habe ich, um die Kontrolle zu bestehen, eher etwas kleinere und kĂŒrzere AnzĂŒge benutzt. Ich kann Springer verstehen, die es riskieren, bis an die Grenzen zu gehen, aber bei mir wog die Zugehörigkeit zu meiner Herstellerfirma mehr.“

Er bewunderte RyĂŽyĂ», als der anfing zu siegen, weil er sich gut vorstellen konnte, was er an Unangenehmem erlebt hatte. „Trotzdem so locker Resultate zu bringen, das ist wirklich fantastisch.“ Ein anderer, den er lobt, ist Adam MaƂysz, der auch viel durchgemacht hat. „Ich fand toll, wie er anhaltend siegte.“


Über sein heutiges Leben:

Er springt aus mehreren GrĂŒnden weiter, obwohl es aufgrund nur weniger Sponsoren finanziell schwierig ist, einmal, weil ihn seine Fans nach wie vor unterstĂŒtzen und weil er in seiner Firma junge Springer hat. Um diese anzuleiten muss er selbst springen, um die sich immerzu Ă€ndernden Regeln anzueignen. Außerdem hat er noch immer den Ehrgeiz, sich nicht allzu weit abhĂ€ngen zu lassen.

Mit dem Vertrieb von Apple Pie und Cherry Pie hat er begonnen, als er von einer Lebensmittelfirma das Angebot bekam, ein Verkaufsrecht fĂŒr GyĂŽza (gefĂŒllte Teigtaschen) zu bekommen und den Gewinn zu behalten. Die FrĂŒchte liefern ihm Bauern aus seiner Heimatstadt Yoichi.

Mit seinem Verkaufserlös unterstĂŒtzt er die Ausbildung junger Springer und wenn er mit seinen Verkaufsaktionen im Land unterwegs ist, spricht mit vielen Leuten, um Werbung fĂŒr das Skispringen zu machen.

 
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Das mit dem Ausbuhen von japanischen Springern war mir bis jetzt ĂŒberhaupt nicht bekannt :confuse:. Ich war in den letzten 30 Jahren bei jedem Bergiselspringen, bei dem Zuschauer erlaubt waren, und dort wurde kein einziger Springer von allen ausgebuht (einzelne Buhrufer gibt es immer, aber kollektiv ausgebuht wurde niemand). Und gerade Noriaki Kasai bekam gleich viel, wenn nicht sogar mehr, Applaus, als die Österreicher.
 
Mir war sofort klar, dass die Passage mit dem Ausbuhen Widerspruch auslösen wĂŒrde.
Ich fand seine Formulierungen, ehrlich gesagt, auch sehr stark, aber ich meine, man muss ihm zugestehen, dass er Ausbuhen erlebt hat und sich das als eine Erfahrung eingeprÀgt hat, aufgrund der Unerwartetheit vielleicht stÀrker, als es in der RealitÀt war.
Wir sollten das respektieren.

Kasai ist in den letzten Jahren ja eher ein Publikumsliebling in Europa geworden, der sogar extra Beifall bekommt.
 
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