Das mit Stenmark ist natürlich ein extremes Beispiel. Aber das Ziel damals war eben letztlich, den besten Allrounder mit der großen Kristallkugel zu belohnen, und dafür wäre es - da es schon damals deutlich mehr Technikrennen gab (gerade, weil es eben noch keinen Super-G gab), eben auch unfair gewesen, einfach alle Rennen zu zählen. Nur ist man damals über das Ziel hinausgeschossen. Von den 9 Abfahrten zählten nur 3. Von den 10 Riesenslaloms zählten nur 3. Von den 10 Slaloms zählten nur 3. Von den 4 Kombinationen zählten nur 3.
Da es von den "normalen" Disziplinen (Abfahrt, Super G, Riesenslalom, Slalom) mindestens 8 gibt, könnte man beispielsweise sagen, dass man die besten 8 Rennen pro Disziplin für den Gesamtweltcup zählt - und dann eben noch die Kombinationen. Aber besser würde es mir auch gefallen, wenn es in allen Disziplinen gleich viele Rennen gäbe. Zwar hat Biathlon-Fan grundsätzlich recht:
Aber es gäbe trotzdem definitv ausreichend viele Orte, um eine Parität zu erreichen. Schauen wir uns den aktuellen Kalender doch mal an: In Val d'Isere stehen ein Slalom und ein Riesenslalom auf dem Programm. Abfahrt und Super G wären dort aber definitiv möglich. In Garmisch-Partenkirchen stehen eine Abfahrt und ein Riesenslalom auf dem Programm. Da könnte man auch statt des Riesenslaloms auch einen Super-G austragen. In Hinterstoder stehen ein Super-G und ein Riesenslalom auf dem Programm. Da könnte man zwei Super-Gs draus machen - oder einen Super-G und eine Sprint-Abfahrt (falls die Strecke den Herren zu kurz ist). In Chamonix gibt es auch eine Abfahrtsstrecke - dort stehen aber ein Slalom und ein Parallelrennen auf dem Programm.
Wenn man es wirklich wollte, dann gäbe es da also schon noch Handlungsspielraum, auch ohne die Slalomklassiker anzutasten.