Formel 1 Saison 2020 - Cockpits, Strecken, Regeln, Technik, Gerüchte, Rennen


desl

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In der Theorie ist das möglich ... in der Praxis aber ziemlich ausgeschlossen.

Zum einen gibt es auch durchaus ältere Personen im F1-Zirkus (Ingenieure), zum anderen reisen nicht alle mit oder es wird auf lokales Personal (Streckenposten) zurückgegriffen ohne die auch kein Rennen stattfinden kann.


Wie auch immer.
In der Formel 1 wird schon fleißig das Geld gezählt, was wenig überraschend ist. Bei den Teams beginnt bald die Sommerpause.
Die Zeit, in welcher die Fabriken einmal im Jahr 3 Wochen lang zubleiben (müssen) wird nun vorgezogen. Manche Teams machen ab Montag nächster Woche dicht, andere folgen die Woche drauf.

Dadurch könnten Rennen in den August verschoben werden, wo eigentlich nach dem 3.8. eine Urlaubszeit geplant wäre.

Für die Teammitglieder nicht ideal. Sie haben nun Zwangsurlaub und können nicht wegfahren ... und für eventuell gebuchte Urlaubsreisen in den Sommerferien bleibt dann auch keine Zeit.

Doch jedes ausfallende Rennen bedeutet den Ausfall von bereits einberechneter Einnahmen durch Gebühren seitens der Rennstrecken, durch TV-Rechte und durch Sponsoren-Gelder.
Weniger Rennen ... weniger Geld.

Für kleine Teams kann es da finanziell sehr eng werden ... bei "großen" Teams (Mercedes, Renault...) überlegt man sich dann doppelt, ob die Werbe-Wirkung genug Einnahmen generiert, oder ob der Spaß unnötig teuer ist (siehe das Ausscheiden von BMW, Honda, Renault, Toyota vor gut 10 Jahren).


Gewiss hoffen viele Beteiligten darauf, dass Ende Mai wieder gefahren wird und man möglichst viele Rennen nachholen kann. Es ist aber nicht unwahrscheinlich, dass die Kasse am Ende weniger klingelt als geplant.


So gibt es viele Überlegungen.

So könnte der 2020-Kalender bis in das nächste Jahr in den Januar gestreckt werden. Der Kalender wäre nicht so gepresst (wie wenn man die ersten 4 Rennen nun irgendwo dazwischen schiebt) und bei den Rennen auf der südlichen Halbkugel spielt es keine große Rolle, ob man z.B. im November oder Januar fährt. Die 2021-Saison könnte dann z.B. im April anfangen.

Ein weiterer Gedanke wäre - um Kosten zu sparen - dass Chassis, Getriebe, Aufhängung und Reifen für 2021 gleich bleiben. Das würde Kosten sparen und eine kürzere Winterpause erlauben.

Damit einher spielt dementsprechend der Gedanke, die großen - für 2021 angedachten - Regeländerungen an der Aerdynamik auf 2022 zu verschieben. Aufgrund vermutlich entfallender Einnahmen und einer verkürzten Winterpause wird es für die Teams schwerer werden, die Entwicklung der 2022-Boliden in den Terminkalender einzupassen.

Gerade für die kleineren Teams wäre der Gedanke reizvoll. Große Rennställe (Werksteams) wollen 2020 noch ordentlich Geld ausgeben, um die Infrastruktur auszubauen, oder um früh genug für die nächste Saison zu entwickeln, um so einen Wettbewerbsvorteil zu haben.
Nächstes Jahr gilt ein neues Concorde-Agreement mit veränderten Verteilungsschlüssel der Einnahmen sowie einer Budget-Obergrenze.

Kleineren Rennställen käme es da sehr entgegen, wenn die Entwicklung der neuen Fahrzeug-Generation hauptsächlich mit zwischen den Teams ausgeglicheneren Einnahmen und Budgets finanziert wird.



 

desl

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Der Monaco-Grand-Prix diese Saison ist abgesagt ... voll und ganz abgesagt. Damit war schon zu rechnen, denn die Vorbereitungen für das Rennen sind umfangreich und es werden viele Arbeiter dafür gebraucht.
Wenn keine Sicherheit besteht, ob und dass das Rennen stattfinden kann, dann kann man sich auch die Suche nach einem Nachholtermin sparen.

In Melbourne wird man auch schauen müssen, ob man das Rennen am Ende der Saison platzieren kann. Die ganze Infrastruktur (Leitplanken, Zäune, Curbs, Tribünen usw.) werden nicht das ganze Jahr über auf der temporären Strecke im Albert Park aufgebaut bleiben. Umgekehrt muss man früh genug vor einem Nachholtermin wissen, dass man mit dem "Wiederaufbau" beginnen könnte.

In Hanoi gilt dies gewiss auch, obgleich nur teile der Strecke temporär sind (ähnlich Adelaide).

In Baku und Montreal werden die Vorbereitungen auch lange vor dem jeweiligen Rennen beginnen. Also mal abwarten, was daraus wird.


Obgleich Monaco keine Antrittsgebühr an die FOM zahlt (als einziges Rennen der Saison), fehlt den Teams dank der Prestige-Wirkung von Monaco durchaus eine Einnahme-Quelle.



Was sich auch schon länger angedeutet hatte: Barcelona und Zandvoort werden verschoben (Kandidaten für die "ehemalige" Sommerpause im August)
 
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desl

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Macht Sinn und hätte auch davor Sinn gemacht.
Guter Schritt.
Mal schauen mit welchem Motor McLaren dann 2021 fährt. Eigentlich war für nächste Saison in Woking der Wechsel auf Mercedes-Antrieb geplant.

Bei Racing Point bzw Aston Martin ist auch noch nicht raus, welcher Antrieb hinten drin steckt.
 

karmakaze

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Mal schauen mit welchem Motor McLaren dann 2021 fährt. Eigentlich war für nächste Saison in Woking der Wechsel auf Mercedes-Antrieb geplant.
Hast du das irgendwo gelesen? Ich nicht, wüsste aber auch nicht, was die aktuellen Entwicklungen an einem unterschrieben Vertrag ändern sollten.

Ein positiver Nebeneffekt für HAM ist, dass er mit der Verschiebung Favorit ist, MSCs 7 Titel nicht nur einzustellen, sondern mit 8 Titeln zu überholen. Wären die Regel 2021 gekommen, wäre ich mir da nicht so sicher.
 
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Bronx Bull

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Hast du das irgendwo gelesen? Ich nicht, wüsste aber auch nicht, was die aktuellen Entwicklungen an einem unterschrieben Vertrag ändern sollten.

Ein positiver Nebeneffekt für HAM ist, dass er mit der Verschiebung Favorit ist, MSCs 7 Titel nicht nur einzustellen, sondern mit 8 Titeln zu überholen. Wären die Regel 2021 gekommen, wäre ich mir da nicht so sicher.
Habe ich auch schon drüber nachgedacht. Gilt aber natürlich nur unter der Voraussetzung, dass in diesem Jahr überhaupt ein Weltmeister ausgefahren wird - und da bin ich mir ehrlich gesagt dieser Tage nicht so sicher.
 

karmakaze

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Habe ich auch schon drüber nachgedacht. Gilt aber natürlich nur unter der Voraussetzung, dass in diesem Jahr überhaupt ein Weltmeister ausgefahren wird - und da bin ich mir ehrlich gesagt dieser Tage nicht so sicher.
§5 Abs. 4 der Regularien sieht vor, dass die Minimalanzahl an Rennen 8 betragen muss. Selbst im Fall, dass keine Rennen nachgeholt werden, würde ein Saisonstart in Monza (4.-6.9.2020) ausreichen, um die Saison noch als Championship zu zählen. Ungeachtet der derzeitigen Umstände und Entwicklungen – und ich bin wahrlich kein Experte für Epidemien – zeitlich kann sich das ausgehen. Ob es das auch soll, darüber lässt sich trefflich diskutieren.
 

sc1988

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Hast du das irgendwo gelesen? Ich nicht, wüsste aber auch nicht, was die aktuellen Entwicklungen an einem unterschrieben Vertrag ändern sollten.

Ein positiver Nebeneffekt für HAM ist, dass er mit der Verschiebung Favorit ist, MSCs 7 Titel nicht nur einzustellen, sondern mit 8 Titeln zu überholen. Wären die Regel 2021 gekommen, wäre ich mir da nicht so sicher.
Wenn dieses Jahr gefahren wird...
Das Alter tickt gegen ihn!
 

desl

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Hast du das irgendwo gelesen?
Ja ... kann man z.B. auch hier nachlesen:



Ich nicht, wüsste aber auch nicht, was die aktuellen Entwicklungen an einem unterschrieben Vertrag ändern sollten.
Wahrscheinlich wenig ... zumal es ja nicht nur darum geht, dass ein Vertrag mit Mercedes geschlossen wurde, sondern auch darum, dass der mit Renault schon vorher im Begriff war auszulaufen.

Die Situation ist eine andere als z.B. bei Brawn, wo man relativ kurzfristig das Chassis ändern musste, damit der Mercedes-Motor passt. Bei Reddit schrieb einer, dass man am Getriebe etwas rumbasteln musste, weil die Antriebswelle des Mercedes-Motors in anderer Höhe lag als beim Honda-Motor. Letztlich schränkte das wohl sogar noch die Performance des anfangs dominanten Brawn ein. Naja ... genaues weiß ich da nicht.

Bis zum Saisonstart 2021 ist es ja noch lange hin ... man muss quasi erstmal schauen, wann diese Saison anfangen kann, sowie ob und wie lange sie womöglich sich bis in das nächste Jahr ziehen könnte.

Da wird sicher schon ne Lösung gefunden für das Getriebe im künftigen McLaren-Mercedes ... wann auch immer der kommt.
 

desl

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Achso ... nein, das nicht.
Aber es ist eine Überlegung die man auch als nicht direkt involvierter anstellen kann, ob ein Antriebs-Wechsel ein Problem darstellt, wenn andererseits erwogen wird die Chassis' und die Getriebe die nächste Saison beizubehalten
 

sc1988

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Achso ... nein, das nicht.
Aber es ist eine Überlegung die man auch als nicht direkt involvierter anstellen kann, ob ein Antriebs-Wechsel ein Problem darstellt, wenn andererseits erwogen wird die Chassis' und die Getriebe die nächste Saison beizubehalten
Kann mir vorstellen das wenn Renault noch da ist und die Autos bleiben, das man 1 Jahr länge Renault fährt.
Ich weiß aber nicht ob der Motorwechsel wirklich so kompliziert ist wie das immer dargestellt wird...
 

karmakaze

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So könnte es 2020 weiter gehen:

Canadian Grand Prix14 June
French Grand Prix28 June
Austrian Grand Prix5 July
British Grand Prix19 July
Hungarian Grand Prix2 August
Dutch Grand Prix 16 August
Belgian Grand Prix30 August
Italian Grand Prix6 September
Singapore Grand Prix20 September
Russian Grand Prix27 September
Japanese Grand Prix11 October
United States Grand Prix25 October
Mexico City Grand Prix1 November
Brazilian Grand Prix8 November
Chinese Grand Prix22 November
Bahrain Grand Prix6 December
Abu Dhabi Grand Prix13 December

Das halte ich für durchaus machbar.
 

karmakaze

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@karmakaze
Nur als Geister Grand Prix...
Denke das vor August nichts passiert und man 10-15 Rennen schaffen könnte.
Ich würde eher vermuten, dass die Bevölkerungen dieser Länder bis dahin der Thematik COVID-19 überdrüssig sind und jeder selbst sein Risiko trägt, zu einem GP zu gehen oder nicht. Die Übertragungen sind davon ja nicht betroffen.
 

desl

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Das halte ich für durchaus machbar.
Es sieht machbar aus, joa. Vorausgesetzt, die Lage entspannt sich bis dahin merklich ... und das nicht nur in China.

Aufgrund dessen dass Melbourne, Baku und Hanoi eine gewisse Vorlaufzeit brauchen, wäre sehr fraglich, wo man jene Rennen unterbringt ... schließlich hat man sich in Abu Dabhi auch vertraglich zusichern lassen, dass man das Saisonfinale durchführt.

In Australien würde man auch nicht im Januar ein Rennen durchführen und im März dann gleich das nächste. Da fallen Ticketverkäufe weg.

Bei Spanien muss man abwarten. Mit einer Geldspritze wollte man noch ein Rennen durchführen, während Hockenheim den kürzeren zog. 2021 wäre Barcelona wegen mangelnder Finanzen wahrscheinlich eh nicht mehr dabei.

Ob ausgerechnet in Montreal die Saison beginnt ist fraglich. In Kanada steigen die Covid-19-Fallzahlen nun auch stark. Obgleich die Strecke den Rest des Jahres zwar der Öffentlichkeit zugänglich ist (Radfahrer, Jogger usw.) halten sich die nötigen Vorbereitungen in Grenzen. Tribünen sind aufzubauen, ja .. aber Curbs, Mauern, Fangzäune, Paddock usw ... das bleibt da das ganze Jahr über.
 

karmakaze

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Es sieht machbar aus, joa. Vorausgesetzt, die Lage entspannt sich bis dahin merklich ... und das nicht nur in China.
Exakt das ist die im Link beschriebene Grundvoraussetzung. ;)

Aufgrund dessen dass Melbourne, Baku und Hanoi eine gewisse Vorlaufzeit brauchen, wäre sehr fraglich, wo man jene Rennen unterbringt ... schließlich hat man sich in Abu Dabhi auch vertraglich zusichern lassen, dass man das Saisonfinale durchführt.
Bitte überinterpretiere nicht die Intention. Keines dieser Rennen ist im Kalender, wurde also auch nicht vorgesehen, aus besagten Gründen.

In Australien würde man auch nicht im Januar ein Rennen durchführen und im März dann gleich das nächste. Da fallen Ticketverkäufe weg.
Australien wird nicht im Januar gefahren.

Bei Spanien muss man abwarten. Mit einer Geldspritze wollte man noch ein Rennen durchführen, während Hockenheim den kürzeren zog. 2021 wäre Barcelona wegen mangelnder Finanzen wahrscheinlich eh nicht mehr dabei.
Auch Spanien ist nicht dabei.

Ob ausgerechnet in Montreal die Saison beginnt ist fraglich. In Kanada steigen die Covid-19-Fallzahlen nun auch stark. Obgleich die Strecke den Rest des Jahres zwar der Öffentlichkeit zugänglich ist (Radfahrer, Jogger usw.) halten sich die nötigen Vorbereitungen in Grenzen. Tribünen sind aufzubauen, ja .. aber Curbs, Mauern, Fangzäune, Paddock usw ... das bleibt da das ganze Jahr über.
In Kanada gibt es bereits jetzt schon Recoveries, die sind nicht weiter vom Ende entfernt als z.B. Frankreich und ich wüsste nicht, wo Kanada massive Defizite im Vergleich zu Frankreich erkennen lässt. Im Gegenteil, um es nicht potentiell stattfinden zu lassen, müsste sich die Lage sehr viel länger hinziehen als es woanders der Fall wäre. Und genau unter diesem Vorbehalt ("moving target") wurde diese Liste ja gemacht. Es geht darum, was unter nicht-pessimistischen Erwartungen noch gerettet und umgeschoben werden kann. Natürlich, wenn dieses und jenes passiert, dann wird dieser und jener GP nicht dabei sein, aber das liegt außerhalb der Möglichkeiten der FIA/FOM/GPDA/Veranstalter und Teams. Es ist nicht ihr Job, einzuschätzen, wann die Gefahr gebannt ist. Es ist ihr Job, Pläne zu schmieden, um die Interessen der Formel 1 zu wahren. Wenn diese Pläne dann bestimmte GPs nach hinten verschieben/ausfallen, ist das eben so.
 

sc1988

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Ich würde eher vermuten, dass die Bevölkerungen dieser Länder bis dahin der Thematik COVID-19 überdrüssig sind und jeder selbst sein Risiko trägt, zu einem GP zu gehen oder nicht. Die Übertragungen sind davon ja nicht betroffen.
Ich bin das jetzt schon, aber die Regierungen werden mit Zuschauern diese Events nicht zulassen...(ist nur meine Meinung)
 

Wurzelsepp

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Einerseits... andererseits könnte man zuerst auch in Länder gehen, wo die Regierungen nicht so "zimperlich" sind. Also Start in USA (in Texas, dort liegt Austin, hat sich ja der Vize-Gouverneur ja wieder dämlichst gemeldet), dann Mexico (die tun gar nichts), Brasilien (Bolsonaro, mehr braucht es nicht)... dann Wechsel über Russland in den Osten. Europa kommt erst am Schluss vor Abu Dhabi.
 
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