Teilweise stimmt´s, teilweise eben nicht. Einheitsbrei? Hm, vielleicht. Die Bon Jovis und Byan Adams´ haben schon etwas beliebiges. Aber über AC/DC und Status Quo machen wir auch gern Witze, weil sie seit Jahren das Gleiche spielen. Trotzdem lieben wir sie eigentlich dafür. Aber wo ist da jetzt der Unterschied? Eigentlich doch eher Geschmackssache.
Ich habe mir den Snobismus früher auch erlaubt, nachdem ich mich dann selbst an sechs Saiten versucht habe (mit ziemlich gemischtem Erfolg), hat sich zumindest das Argument der Unmusikalität erledigt. Ich bin z.B. durch all die Hobby-Musiker geschädigt, die über Adams- oder AC/DC-Nummern abgelästert haben und viel lieber Slayer (Hauptsache schnell) spielen wollten und für die "Gefrickel" á la Dream Theater die Krönung der Schöpfung war. Selbstredend sind sie daran regelmäßig verkackt. Dafür gab es dann Sprüche wie "ohne dicke Verzerrung kann ich irgendwie nicht spielen".

Also lieber unoriginelles Material gut gespielt, anstatt an anspruchsvollerem verreckt.
Was das Komponieren angeht, ist es natürlich kreativer nicht ewig die gleichen musikalischen Phrasen zu dreschen, denen sich die Rockklassiker schon bedienten und die durch 100 Hits bereits ausgelutscht sind. Aber bestehen nicht einige Musikstile irgendwie aus "Phrasendrescherei"? Also mich haben auch schon Blues-Musiker beeindruckt.