Ich gebe zu von Donaire vorher kaum was gesehen zu haben. Und erst angestachelt durch den Hype hier im Forum hab ich in zwei Kämpfe von Rigo auf Youtube reingezappt.
Lahmer Kampf. Donaire wurde "geschooled". Der wusste ja mal gar nicht, was er machen sollte. Was für eine schwache Vorbereitung und/oder mangelnde Ringintelligenz spricht. Rigo hat genauso gekämpft, wie ich es nach den beiden Youtube-Videos erwartet hätte. Daß Donaire da 12 Runden hinterhertappst und nix gebacken bekommt, ist schwach.
Geht man von diesem Kampf aus, ist er kein P4P-Material. Mir fehlt das Wissen in den kleinen Klassen, um seine vorherigen Kämpfe einzuordnen. Aber heuer wirkte er wie ein typischer exposed hypejob.
Rigo hat ab Runde 5 oder so eigentlich nur noch fightspoiling betrieben. Was für ein Langweiler. Bald sind alle Gürtel im Boxen bei Leuten, die keiner sehen will. Er ist technisch brilliant, schnelle Hände, präzise, defensiv überragend, Beinarbeit großartig. So ein bißchen die Eco-Variante von Floyd, gleiche Effektivität bei halber Geschwindigkeit. Der könnte wahrscheinlich 100 Runden in dem Tempo boxen.
118-109. Selbst in den knappen Runden landete Rigo die besseren Treffer und strahlte Überlegenheit aus. Vielleicht kann man Donaire 1-2 Runden geben, in denen man Rigo für das Rigo-rose Kampfentziehen bestrafen will, aber so ineffektiv, wie Donaire beim Stalking war, ist das schon unfaires Scoren.
Schlimm, daß gerade dieses Matchup so gehyped wurde. Neue Fans hat der Boxsport heute nicht gewonnen, ganz im Gegenteil.