Zuletzt gesehene Filme - der Sammelthread!


THEKAISER99

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The Founder

sehr coole Story über die Anfänge und wie Mc Donalds zu dem geworden ist was es heute ist.
Dazu eine gute Biographie über einen Mann hinter den Kulissen. Einen Verkäufer wie er im Buche steht. Einen Turbo Kapitalisten. Was man also sieht sind die Vor und Nachteile bzw. das Gute und Schlechte eines Systems.
Micheal Keaton auch wieder mal ganz stark in der Hauptrolle. Wie gemacht für ihn die Rolle.
8/10
 

Mango1

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Valerian and the City of a Thousand Planets

Hat mir für einen Sci-Fi Streifen ganz gut gefallen. Das Universum ist richtig bunt, teilweise hat es mich in angenehmer Art an Star Wars erinnert und die Geschichte ist ordentlich. Die beiden Hauptfiguren sind vielleicht etwas zu locker, aber es war gute Unterhaltung. 6.5/10
 

danifan

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Ready Player One

Wurde gut unterhalten, erst im Schlussdrittel schlichen sich kleinere Längen ein, davor haben vor allem die zahllosen Referenzen richtig Spaß gemacht (insbesondere eine ausgedehnte Sequenz, die einen der besten Filme der 80er zitiert). Kenne das Buch nicht, daher spielen eventuelle Änderungen gegenüber der Vorlage für meine Bewertung keine Rolle.

7,5/10

Mission Impossible: Fallout


Das soll laut nicht wenigen Kritikern der beste Blockbuster des Jahres sein? So schlecht ist es um das Mainstreamkino dann zum Glück doch nicht bestellt... Zwei zentrale Szenen, die wohl als große Überraschungen konzipiert waren, sind lächerlich vorhersehbar. Auf der Plusseite stehen lediglich die wirklich gut inszenierten Actionszenen, aber selbst hier wirds im (sich viel zu lange hinziehenden) Finale dann dermaßen gaga, dass daneben selbst die Fast & Furious-Streifen wie authentische Dokumentarfilme wirken.

4/10
 

Mango1

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Mission Impossible: Fallout

Das soll laut nicht wenigen Kritikern der beste Blockbuster des Jahres sein? So schlecht ist es um das Mainstreamkino dann zum Glück doch nicht bestellt... Zwei zentrale Szenen, die wohl als große Überraschungen konzipiert waren, sind lächerlich vorhersehbar. Auf der Plusseite stehen lediglich die wirklich gut inszenierten Actionszenen, aber selbst hier wirds im (sich viel zu lange hinziehenden) Finale dann dermaßen gaga, dass daneben selbst die Fast & Furious-Streifen wie authentische Dokumentarfilme wirken.

4/10
Ich hab ihn tatsächlich vorgestern auch gesehen und kann das vollkommen nachvollziehen.

MI:Fallout

Ich kann den Hype auch nicht ganz nachvollziehen. Der Plot ist inzwischen nur noch wirr und vollkommen unnachvollziehbar. Die großen Action Szenen sind wirklich sehr beeindruckend, wobei schon extrem viel Wert darauf gelegt wird zeigen, dass es kein Stunt Man sondern Tom Cruise ist. Anscheinend gab es auch kein wirkliches Drehbuch, sondern Tom Cruise hat einfach nur ein paar Sachen/Stunts usw. vorgeschlagen, die er unbedingt machen will und der Rest wurde dann darum herum gebastelt. Zwar ist der Film gut gefilmt und der Soundtrack ist auch sehr gut eingesetzt, aber der Film fühlt sich wirklich nur wie Stückwerk zwischen Action-Sequenzen an. Und natürlich hat auch die Bond-Serie ihre Schwächen, aber die versuchen wenigstens dem Protagonisten und den Nebenrollen etwas Charakter zu geben. Visuell und von den Stunts her sehr beeindruckend, aber als Film nicht überzeugend. 5/10
 

hirschi

knuffeltrain
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Mama'zzzzmusch
Pirates 2 Stagnetti's Revenge

Für den Piraten-fan ein muss.
Unglaublich aufwendig produziert und mit einer durchaus beachtenswerten star-besetzung.
Evan Stone verkörpert einen freibeuter wie er mMn bis zum heutigen tage keiner mehr schaffte.
Die story ist durchaus berechenbar und weniger für Freunde der "twist and switch" movies.
Ne menge action,gute zum teil legendäre dialoge und auch ne kleine Prise erotik.

Nicht ganz so Imperatorhaft wie die Fashionistas serie aber grundsolide und weit entfernt von wack.
 
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aBro

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Coco (Walt Disney - Animationsfilm) 9.5/10

Ein Film bei dem eigentlich alles gestimmt hat! Eine herzerwärmende Geschichte wird einem von Anfang bis Ende mit sehr viel Liebe zum Detail dargeboten!
 

Chef_Koch1

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Gerade den Trailer zu dem neuen Predator gesehen...mir wird übel. Müssen die jetzt wirklich aus allem einen scheiss verkappten Comedyfilm machen? Ist heute nur noch angesagt, wenn es hihihi-lustig ist?
 

M-shock

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Justice League
Insgesamt hat der Film mich gut unterhalten.
Allerdings hatte ich das Gefühl das mehr drin gewesen wäre.

Nervig fand ich das man sich immer mehr Marvel's Avengers anpasst und krampfhaft sehr viel unnötigen Humor in den Film gepackt hat.
Vor allem bei Batman passte das mMn überhaupt nicht, der irgendwie deplatziert wirkte.
7/10
 

Felix

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Gerade den Trailer zu dem neuen Predator gesehen...mir wird übel. Müssen die jetzt wirklich aus allem einen ******* verkappten Comedyfilm machen? Ist heute nur noch angesagt, wenn es hihihi-lustig ist?
Der Film selbst ist noch viiiiiiiiiel schlimmer als der Trailer suggeriert.
 
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Plissken

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Ein paar Filme kamen bei mir auch hinzu:

Lala Land

Ist scheinbar ein Film den man liebt oder hasst. Ich hänge da persönlich in der Mitte. Ich mag Musical Filme, aber hier passt einfach vieles nicht zusammen.

a) die Schauspieler: Die Liebesgeschichte greift bei mir einfach nicht, ich nehme ihnen die große Liebe nicht ab. Von der Schauspielleistung bin ich ehrlich nicht begeistert, Gosling scheint auch nur 1-2 Blicke drauf zu haben. Gesanglich fällt Gosling stark ab, dass Brosnan bei "Mamma Mia" nicht singen konnte, ist zumindest witzig und er ist dort nicht die Hauptstimme. Tänzerisch sind beide sehr mau unterwegs, für einen Musicalfilm schon fast peinlich. Da sieht man mal, was ein Fred Astaire oder Gene Kelly drauf hatten ...
b) die Story: Ok, eigentlich passiert nichts. Bei einem Musicalfilm darf es ruhiger sein, aber wenn die Tanzszenen halt auch nichts sind, dann ist es schwer. Das Ende fand ich aber sehr passend.
c) Die Musik: Das hebts raus, es sind einige sehr schöne Stücke dabei, die vielleicht etwas zu oft wiederholt werden, aber sie sind auch gut.

Fazit: Bestensfalls eine 5/10 Ich glaube, wenige verstehen, wo die ganzen Oscars herkommen.

Mission Impossible

Fast alle bei Prime verfügbar, da will ich die Reihe mal durchschauen. Nach den Kritiken hier muss ich mir Fallout aber wohl sparen. :D
Der 1. Teil ist aber perfektes Actionkino. Stimmig, rasant, starkes Ende. Abzug für Tom Cruise und die etwas mageren Motive des Verräters.
8/10

Coco (Walt Disney - Animationsfilm) 9.5/10

Ein Film bei dem eigentlich alles gestimmt hat! Eine herzerwärmende Geschichte wird einem von Anfang bis Ende mit sehr viel Liebe zum Detail dargeboten!
:thumb: Absolut. Mal ein ganz anderes Setting bei Disney, aber mit viel Liebe zum Detail - echt stark. Tendiere auch zwischen 9 und 10 Punkten.
 

danifan

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Nichts für ungut, aber wer nicht versteht, wo die Oscars für Regie, Kamera und Hauptdarstellerin herkommen, versteht wenig von Filmen.
 

maberlinho

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Werd' auch mal wieder meine Einschätzung zu Filmen, die ich in letzter Zeit gesehen habe, zum besten geben:

Dunkirk - 6,5/10
Ein etwas anderer Kriegsfilm. Von der Erzählform und Dramaturgie sehr ruhig gehalten. Fernab von reißerischen Bildern und bombastischer Action, zeigt er doch gut die grauen des Krieges. Ganz gut gemacht, aber so richtig gepackt hat mich der Film nicht.

What Happend To Monday? - 7,5/10
Interessanter Science-Fiction Thriller. Mit einer richtig gut spielenden Noomi Rapace in einer 7 fachen Rolle. In einer strikten "Ein Kind Politik" lässt ein Vater für die Außenwelt seine Siebenlinge, scheinbar als ein Kind aufwachsen.

Jumanji - Welcome To The Jungle 7,5/10
Das Remake/die Fortsetzung von dem Film mit Robin Williams. Da er Sachen aus dem ersten Film aufgreift, würde ich es als Fortsetzung ansehen. Wie ich Finde, eine sehr gelungene. Gute Ideen ( Mit den Avatars der einzelnen Schauspieler z.B.), kurzweilige lustige Unterhaltung, gute Action - Hat mir gefallen.

In Meinem Himmel 8,5/10
Ein einerseits schöner, aber auch sehr melancholischer Film, der auch poetisch und ergreifend ist; besonders wenn man selbst Vater einer Tochter ist. Für die, die nicht wissen worum es geht: Ein Mädchen fällt einem Serienmörder zum Opfer und betrachtet ihre Geschichte und die, wie ihre Familie damit umgeht, aus einer Zwischenwelt.
 

Knurrhahn

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In Meinem Himmel 8,5/10
Ein einerseits schöner, aber auch sehr melancholischer Film, der auch poetisch und ergreifend ist; besonders wenn man selbst Vater einer Tochter ist. Für die, die nicht wissen worum es geht: Ein Mädchen fällt einem Serienmörder zum Opfer und betrachtet ihre Geschichte und die, wie ihre Familie damit umgeht, aus einer Zwischenwelt.
Seit dem Film war ich endgülig überzeugt/bestätigt dass Peter Jackson ein ganz großer kompletter Regisseur ist und nicht nur Splatter und Blockbuster kann. Der frühe Heavenly Creatures war schon sehr geil.
 

The Great

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Ich habe mal wieder einen weiteren Filme von der IMDb Top 250 angeguckt. Im aktuellen Tempo sollte ich in ca. 4-5 Jahren fertig werden. ;) In den nächsten Wochen werde ich die Schlagzahl ein wenig erhöhen, sodass ich vielleicht 2020 fertig werde. Alle Reviews gibts hier: https://filmzeugs.com/thema/klaus-imdb-sichtungen


IMDb Top 250: Platz 22 – Se7en (1995)
Nach Fight Club schon wieder ein Film von David Fincher, über den ich hier schreibe. Wer Fincher kennt und Filmliebhaber ist, erkennt viele typische Fincher Sachen: Dunkelheit, Dreck, Brad Pitt…

Die Handlung in einem Satz: Schockierend – Ein Mann wird verrückt in einer Stadt, in der es ständig regnet.

Fangen wir mit der fehlenden Helligkeit des Films an, der fast ausschließlich in dunklen Räumen spielt. Wenn die Figuren sich mal nicht in dunklen Räumen befinden, dann sind sie draußen und dort ist es Nacht oder so verregnet, als wäre es Nacht. Einzig gegen Ende des Films, zum großen Finale, erleben wir Sonnenschein. Wie wunderschön unpassend, wenn man die Szene bedenkt.

Der Regen spielt in “Sieben” eine zentrale Rolle, ist fast schon eine der Hauptfiguren. Die Handlung spielt über den Zeitraum einer Woche und die ersten sechs Tage dieser Woche regnet es ohne Unterbrechung wie aus Eimern. Ein vernichtender Regen wie es ihn nur während eines Monsuns oder Backstreet Boys Videos gibt. Das gibt aber natürlich ein herrliches Bild ab und drückt die Stimmung des Films.

Wenn Fincher eine Sache von Anbeginn seiner Karriere richtig gemacht hat (“Sieben” war sein zweiter Kinofilm, “Alien 3” sein erster), dann Stimmung. Alles ist düster und beklemmend. Wenn Regen ein Filmcharakter ist, dann ist es Schmutz auch. Kein normaler Mensch würde ohne Handschuhe irgendwas in den Gebäuden, in welchen der Film sich zum Großteil abspielt, anfassen. Auch hier natürlich erneut die Parallele zu “Fight Club”, in dem die Figuren in einer schäbigen Bude hausen.

Abgerundet wird diese gewollt negative Stimmung durch die Musik. Mir ist erst bei dieser erneuten Sichtung, bei der ich genauer auf Details geachtet habe, aufgefallen, dass sie in manchen Szenen fast schon übertrieben lange und laut zu hören ist und damit ein zusätzliches Gefühl der Unsicherheit auf den Zuschauer rüberbringt.

Es gibt eine Szene, in der ein Tatort untersucht wird und mir fiel auf, dass ich angespannt war, obwohl ich wusste, dass da nichts passieren wird und die Polizisten nur ein paar weitere Beweise finden würden. Allein durch die Musik wird Spannung aufgebaut und konsequent gehalten. Da ist wahrlich nichts negatives und man muss dem wunderbaren Howard Shore definitiv ein Kompliment aussprechen, dass er und sein Score das erreichen.

Wie man vielleicht merkt, schreibe ich hier sehr viel über die Stimmung des Films und sehr wenig über die Story. Auf der einen Seite liegt das natürlich daran, dass ich nur ungern jemanden auf irgendeine Weise spoilern möchte, auf der anderen Seite liegt es aber auch daran, dass das Drehbuch zwar interessant ist, aber mit jeder Sichtung ein bisschen an Besonderheit verliert. Das ist wahrlich Jammern auf hohem Niveau, aber es gibt Stellen, in welchen die Detectives doch sehr schnell an ihr Ziel kommen. Außerdem ist der Film nicht so gesellschaftskritisch, wie er vielleicht denkt. Möglicherweise soll er es auch nicht sein, aber ein Tyler Durden in “Fight Club” hat zumindest interessante Denkansätze, der Killer in “Sieben” ist einfach nur verrückt und seine Botschaften sind einfach nur ekelhaft. Selbst der Psychopath in “Saw” hat bessere Beweggründe um seine Opfer zu quälen/töten.

Es kann sein, dass Fincher und sein Team nicht mehr wollten als zu zeigen, dass die Kritik des Killers an der Gesellschaft unsinnig ist und er eigentlich der Einzige mit einem Problem ist, aber ich bezweifle, dass das die Intention war.

Es ist an sich kein schlechtes Drehbuch, aber auch kein besonders gutes. Das Besondere ist die Präsentation und die Machart des Films. Dazu zähle ich übrigens auch die Besetzung, die bis in die kleinste Nebenrolle hervorragend ist. Aus diesen Gründen ist “Sieben” ein Film, den man sich immer wieder ansehen kann, der auch wirklich nicht schlecht gealtert ist und der meiner Meinung nach definitiv ein Platz in der IMDb Top 250 verdient. Nur nicht so unglaublich weit oben. Wobei ich das wohl bei den meisten Filmen in der Top 50 so empfinde.

Lustige Trivia: Der Name des Schauspielers, der den Serienmörder darstellt und der auch hier aus Spoilergründen nicht genannt wird, wird im Vorspann des Films auch nicht genannt, erscheint dafür im Abspann als erstes.
Quelle: https://filmzeugs.com/20-09-2018/imdb-top-250-platz-22-se7en-1995
 

Plissken

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Nichts für ungut, aber wer nicht versteht, wo die Oscars für Regie, Kamera und Hauptdarstellerin herkommen, versteht wenig von Filmen.
Kein Problem, ich würde mich auch nicht als Cineasten bezeichnen. ;)
Ich werde allerdings gerne von Filmen unterhalten und erkenne eine gute schauspielerische Leistung daran, ob sie Emotionen in mir auslöst. Beides war hier leider nicht der Fall.

Es ist eben ein Film mit vielen Oscars. Otto Normalgucker fragt sich ständig, wo die oscar-verdächtigen Momente versteckt sind. :D

Mission Impossible 2
Yo, war recht mies. John Woo-Film halt. Sinnlose und abgehobene Action, Story knapp über Grasnarbe. War zumindest recht spannend, aber gegen Teil 1 nichts.

4/10
 

The Great

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IMDb Top 250: Platz 18 – The Matrix (1999)

Der revolutionäre Film der Wachowski-Geschwister prägte nicht nur wie kein zweiter Film die Action- und Science-Fiction-Filme der letzten zwanzig Jahre, er ist auch unfassbar weit oben auf der IMDb-Top 250 Liste angesiedelt, aber ist er da zurecht?

Die Handlung in einem Satz: Elon Musk hat recht – die Menschheit lebt in einer Simulation.

Es fällt mir schwer in irgendeiner Form über Matrix zu schreiben ohne “Dark City” (1998) zu erwähnen. Die Filme haben handlungstechnisch einige Parallelen, behandeln die gleichen Theorien auf eine ähnlich düstere Art und kamen auch fast zeitgleich in die Kinos. Man kann zudem von den Regisseuren beider Filme behaupten, dass sie danach nie wieder einen ähnlich guten Film gedrehten haben. Für mich ist „Dark City“ als reiner Sci-Fi-Film in sich geschlossener, trotzdem ist „Matrix“ viel bekannter und erfolgreicher. Woran liegt das?

Das Offensichtlichste zuerst! „Matrix“ ist einfach schöner. Was verständlich ist, denn er ist auch viel teurer gewesen. Davon abgesehen, besteht „Matrix“ aus sehr vielen, natürlich übertriebenen, Action- und Kampfszenen, die in den darauffolgenden Jahren häufig kopiert wurden. Wo „Dark City“ eher ein wenig öde und billig aussieht, ist „Matrix“ ein komplettes Hochglanzprodukt. All das plus Keanu Reeves als Hauptdarsteller, der natürlich auch schon im Jahr 1999 mehr Leute ins Kino locken konnte als Rufus Sewell, der die Hauptfigur in Dark City verkörpert, und schnell wird klar, warum der Film der Wachowskis der deutlich bekanntere ist.

Ich will Matrix nicht schlecht reden. Der Film hat tolle Ansätze und ist an sich ganz interessant, nur stellt er sehr viele Regeln auf. Da muss jeder für sich entscheiden, wann es ihm zu viel wird. Einerseits sind das teilweise sehr interessante Ideen, aber es macht keinen wirklichen Sinn, dass man zum Beispiel an einen Telefonhörer geht und diesen an sein Ohr halten muss, bevor man aus der Matrix “gesaugt” werden kann. Natürlich nutzen die Wachowskis diese Idee sehr gut um daraus Spannungsmomente zu erzeugen, aber es ist im Grunde eine merkwürdige Idee, die man nicht zu sehr hinterfragen sollte.

Viele Spielfilme stellen ihre eigenen Regeln auf, aber „Matrix“ geht in diesem Punkt deutlich weiter als die meisten. Soweit ich das verfolgen konnte, wurden die Regeln, die der Film dann selber aufstellt, wenigstens nicht gebrochen und konsequent durchgezogen. Das ist lobenswert, denn es gibt andere Sci-Fi-Werke, die das nicht machen. Meiner Meinung nach ein absolutes No-Go in Sachen Storytelling und ich bin froh, dass es „Matrix“ nicht tut.

Sehr gut hat mir gefallen, dass man ohne allzu große Erklärungen in den Film hineingeworfen wird. Neos Hintergrundgeschichte wird nicht unnötig ausführlich gezeigt, man sieht innerhalb weniger Szene und Minuten, dass er ein Hacker ist, der von seinem Job gelangweilt ist und scheinbar durch Eigenrecherche herausgefunden hat, dass mehr hinter dieser Welt steckt. Andere Filme hätten dafür 30 Minuten gebraucht.

Alles in allem ist “Matrix” eigentlich ein ziemlich guter Science Fiction Film, der interessante Themen behandelt, kurzweilig und schön anzusehen ist. Mir gefällt “Dark City” zwar besser, aber ich kann aufgrund des Glamourfaktors verstehen, warum Matrix populärer ist. (Davon abgesehen bin ich vielleicht auch einfach nur ein Hipster, der gegen den Mainstream schwimmt. ;))

Dass “Matrix” sich jedoch soweit oben in der IMDb Liste befindet, ist ziemlich überraschend, da er eigentlich ganz anders ist, als alle anderen Filme, die sich so weit oben in der Liste befinden. Als Fan des Genres bin ich aber über jeden halbwegs gelungenen Science Fiction Film glücklich, der in dieser Liste zu finden ist.

Lustige Trivia: Um wieder den Bogen zu Dark City zu schlagen. Matrix hat einige der Kulissen von Dark City wiederverwendet.


Quelle: https://filmzeugs.com/thema/klaus-imdb-sichtungen
 

aBro

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Venom - 9.5/10

Tja, das war wohl die allererste Marvel-Verfilmung auf die ich mich gefreut habe und ich bin nicht enttäuscht worden. Klar ist der Film wieder typisch Marvel-like und geizt nicht mit Special-Effects, allerdings weiß auch die Story zu gefallen und das Ganze ist wirklich gepaart mit gutem Witz und damit meine ich nicht das übliche aufgesetzte Bla Bla... Bin sehr angetan und werde mir den Film auch definitiv vorbestellen!
 

ocelot

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Tannhauser Gate
A Star Is Born

Sehr kleine Spoiler vorhanden, besonders zu den Auftaktszenen


In der ersten Szene des Regiedebuts von Bradley Cooper geht es direkt los mit einem der zwei Hauptprotagonisten, Jackson Maine (gespielt von Cooper), mitten im Konzert und man merkt sofort, dass die Musik und die Texte dazu erzählerisch einen sehr großen Part im Film spielen werden. Ich bekam rgendwie auch direkt das Gefühl, dass die drölfigste Auflage dieser Story eine richtig gute werden könnte.

Nach der Performance eines seiner Hits, gespielt mit echt guter Stimme und viel Drive an der Gitarre, geht es per Schnitt ab in die Limo, in der Jackson seine Aufmerksamkeit natürlich sofort der Flasche widmet. Cooper spielt seinen gealterten, abgehalfterten Alk-Rockstar echt überzeugend, ich musste an Jeff Bridges in Crazy Heart denken. Da der Alk alle ist und Jack unbedingt neuen Stoff braucht, landet dieser schnell in einer Drag Bar, in der er unweigerlich auf die zweite Hauptrolle, Ally (Lady Gaga), aufmerksam wird, die gerade eine echt abgefahrene Version von La Vie en Rose aufführt. Ally haut Jack selbstverständlich sofort von den Socken und es entwickelt sich rasend schnell eine extrem intensive Schülerin-Mentor-Romanze, die ihn wiederbelebt und ihr zu einem kometenhaften Aufstieg verhilft. Kometenhaft ist irgendwie immer ein schlechtes Omen, was auch die Hintergrundsongs erahnen lassen. Das grobe Script von hier an ist natürlich relativ bekannt und vorhersehbar, aber meine Güte, wird die Story gut erzählt. Ich habe den Film echt genossen.

Lady Gaga kenn ich nicht weiter, ich kenne sicher Songs von ihr aus dem Radio, aber könnte ihr keinen ihrer Hits zuordnen. Ich weiß nur, dass ich ihr Geschlecht nicht einmal kannte bis zu diesem Film. Sie kommt sehr authentisch und überzeugend rüber, die Harmonie mit Bradley Cooper stimmt. Sie muss auch nicht zuviel machen und kann immer genau das machen, was sie gut beherrscht, kurz gesagt, der Film steht ihr. Sie zu casten war entweder ein Glücksgriff, oder es war sehr gute Regiearbeit, wahrscheinlich etwas von beidem.

Es gibt noch eine kleine gute Szene mit Dave Chapelle und viele wichtige Szenen mit einem echt öligem Musikagenten. Auch überzeugend war der sehr warmherzige, aber auch etwas beknackte (seiner vergeben Chance hinterhertrauernde, einiges auf die Tochter projizierende) Vater von Ally (Andre Dice Klay).

Die wichtigste Nebenrolle spielt aber Sam Elliot als Bruder und Tourmanager von Jack und der passt in dieses Setting natürlich rein wie die Faust aufs Auge. Die beiden Brüder haben in ihrer Kindheit/Jugend viel durchgemacht, ohne zuviel spoilern zu wollen, und sorgen für zwei der emotionalsten Szenen des Films.

Bradley Cooper macht hier ähnlich viel wie Ryan Gosling in LaLa Land und übernimmt dazu noch die Regie, eine reife Leistung.

9/10
 

Tiro

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Bradley Cooper macht hier ähnlich viel wie Ryan Gosling in LaLa Land und übernimmt dazu noch die Regie, eine reife Leistung.
Ich habe das Regiedebüt von Cooper eher als solide gesehen, möglicherweise waren meine Erwartungen im Vorfeld auch ein wenig zu hoch gewesen. Nichtsdestotrotz kann der Film in meinen Augen überzeugen. Dass der Film Cooper wirklich am Herzen lag, hat man gemerkt - auch die Tatsache, dass er im Vorfeld verstärkt Gesangstraining genommen hat, zahlt sich im Film aus. Gaga als Gegenpart zu nehmen, ist für mich ebenfalls ein gelungener Schachzug. Sie spielt ihre Rolle überzeugend und ist durch ihr musikalisches Talent (hatte mich mit ihr nie wirklich beschäftigt, aber die Frau kann definitiv singen) gut eingebettet.
Kritikpunkt für mich ist einfach die Story - ist mir dann doch ein bisschen zu 0815 und schon zu oft gesehen - da hatte ich mir einfach ein bisschen mehr erhofft. Unterm Strich bei mir eher eine 7,5/10
Denke mir, dass der Film in der Award Season trotzdem ganz gut wegkommt.

Man stelle sich mal vor, jmd. hätte einem 2009 gesagt, dass der Chaot von Hangover bei einem Film Regie führt, die Hauptrolle spielt und Lady Gaga den Gegenpart gibt und der Film Chancen hat, mehrere Oscars zu gewinnen. :crazy:
 
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